Start Eltern & Kind Gefährlicher Trend: Strahlendes EMF Spielzeug mit Cloudzugang via WLAN und Internet – Hello Barbie & Co. sind da!
Neuer Trend - Spielzeug für Kinder mit WLAN-Internetzugang - Datenschützer schlagen Alarm
Neuer Trend - Spielzeug für Kinder mit WLAN-Internetzugang - Datenschützer schlagen Alarm

Gefährlicher Trend: Strahlendes EMF Spielzeug mit Cloudzugang via WLAN und Internet – Hello Barbie & Co. sind da!

Nein es ist kein Scherz, den man vielleicht am 1. April erwarten würde. Die ersten interaktiven Spielzeuge für die Kleinsten unter uns – unsere Kinder – erreichen den Markt und sind bereits zu kaufen, seit Weihnachten 2015. Zumindest in den USA, was die Edition der sprechenden Barbie, die „HELLO BARBIE“ betrifft.

HELLO BARBIE – Wenn Datenschützer weltweit aufschreien!

Die Datenvernetzung in der Welt nimmt immer weitere Lebensbereiche des Alltags in Anspruch. War es früher der berufliche Alltag so hat das durch Steve Jobs zur Marktreife entwickelte Smartphone inzwischen längst die gefühlt gesamte Weltbevölkerung erreicht, zumindest ab dem Jugendalter. Heutzutage nimmt das Smartphone neben eventuellen demografischen Veränderungen vor allem Einfluss auf die sozialen Aspekte im täglichen Zusammenleben. Es wird allgemein von der Smartphone-Generation gesprochen, wenn die zwischenmenschliche Kommunikation der Jugend und jungen Erwachsenen zum Thema wird.

Noch nie waren Erkrankungen des Nervensystems so weit verbreitet wir heutzutage. Das generell Erkrankungen mit der Zunahme der Weltbevölkerung ansteigen, ist selbsterklärend. Doch Nervensystem und emotionale Störungen in der Entwicklung sind in unseren Augen die Folge einer Veränderung in der Bevölkerung selbst. Es ist von explodierenden Zahlen an Depressionen, Angstzuständen, Ziellosigkeit und gefühlt sinnfreier Alltag bis hin zum Suizid (Selbstmord) zu lesen. Vor kurzem erfuhren wir von den ersten Depressionsfällen bei neunjährigen Kindern und waren kurz sprachlos bzw. der Details dazu.

Diese dramatischen Entwicklungen auf geistiger und sozialer Ebene nur der Elektrifizierung des Lebens (Elektrosmog) in die Schuhe zu schieben ist sicher zu einfach. Jedoch ein Zusammenhang können zumindest wir nach 4 Jahren Beobachtung und Praxis in der Abschirmungstechnik und Auswirkung auf den Menschen deutlich erkennen. Auch wenn sich weltweite durchgeführte Studien zur Belastung und Auswirkung elektromagnetisch Felder auf den Menschen sich gegenseitig „bekämpfen“ haben wir für uns die wahre Realität erkannt. Der bewußte Umgang mit neuen Technologien muss einfach stärker werden, für unsere Kinder sind vor allem die Eltern hier stark gefordert. Vor allem wenn es sich um Funktechnologie im 2,4 GHz Frequenzband handelt.

Spielzeug für Kinder – ein neuer Markt für Funktechnologie?

Im Februar 2015 war es soweit, Mattel führte auf einer Messe die erste interaktive Barbie vor. Mit dem Internet und einem Cloud-Service verbunden, ist die Barbie mit einem elektronischen Sprachassistenten à la Siri vom iPhone verbunden und damit zur intelligenten Kommunikation möglich. Die Nutzung vom Dienst kann dabei einfacher nicht sein. Kurz auf den Gürtelclip drücken, Frage stellen und wenige Augenblicke später spricht die Barbie mit einem intelligenten Satz zurück und stellt sogar noch Rückfragen im richtigen thematischen Zusammenhang. Eindeutig faszinierend und irgendwie erschreckend gleichzeitig.

Hochentwickelte Technik in und für die HELLO BARBIE

Puppe, Sensoren, WLAN-Antennen, Mikrofon, Lautsprecher, Datenbank in der Cloud und eine Spracherkennungs und Konversations-Software. Alles was man der Barbie ins Mikrofon spricht, wird via WLAN-Verbindung und Account-Zugang auf deine Datenbank in der Cloud geladen. Die von Unternehmen „ToyTalk“ entwickelte Spracherkennungssoftware ist gleichzeitig eine Konversationssoftware und lässt damit die Puppe wie ein echter Gesprächspartner wirken, der zudem auf die Wünsche und Fragen des Kindes endlos geduldig eingeht. Was im ersten Moment recht witzig klingt, produziert bei näherer Betrachtung doch etwas an Beigeschmack, irgendwie.

Voraussichtlich wird die HELLO BARBIE erst der Beginn sein, daher nun eine allgemeine Betrachtung rund um dieses Thema „Spielzeug mit drahtlosem Internet Cloud Zugang“:

 

Thema 1: Elektromagnetische Strahlung (EMF)

Messung der Belastung auf den Körper in µV
Messung der Belastung auf den Körper in µV

Die gesamte Funktionalität rund ums interaktive Spielzeug lebt und stirbt mit der aktiven Verbindung zum Internet. Es handelt sich hierbei um elektromagnetisch gepulste Funkwellen, meist im Frequenzbereich des freien Bandes von 2,4 GHz. Wir sprechen hier von elektrischer Energie in jeder einzelnen Funkwelle mit welchen es möglich wird Daten drahtlos zu übertragen. Diese Datenpakete werden „Stückweise“ versandt und beim Empfänger wieder zusammengefasst über entsprechende Internetprotokolle. Dabei ist es völlig egal ob dies Dateien (Word, Excel, Bilder,…), Programme, Worte/Sprache, Musik oder Videos (YouTube) sind. Bei 2,4 GHz sprechen wir von 2,4 Millarden solcher elektromagnetischer Funkwellen pro Sekunde!

Gerade Kinder in  jungen Alter sind im hohen gesundheitlichen Risiko bei intensivem Kontakt mit Strahlung durch EMF. Der kleine Körper ist voll im Wachstum mit höchster Zellteilung. Die Knochen sind im Vergleich zum Erwachsenen sehr dünn wodurch der Körper nur begrenzt die Möglichkeit hat diese Dauerbestrahlung abzuwehren. Gerade der Kopf spielt hierbei eine zentrale Rolle, werden von hier aus doch alle Prozesse und elektrischen Steuersignale des eigenen Körpers gesteuert. Nicht ohne Grund warnen Mediziner und Ärztekammer vor der intensiven Nutzung mobiler kabelloser Endgeräte, vor allem im Kindesalter und Jugendalter. Die Auswirkung sind noch zu wenig erforscht, die ersten bekannten Ergebnisse sind definitiv besorgniserregend werden jedoch von der Industrie mit Gegenstudien überzogen, geht es doch um unvorstellbar viel Geld.

Warnung das es nur mit WLAN funktioniert
Warnung das es nur mit WLAN funktioniert

Kinder hantieren mit Spielzeug sehr nahe am Kopf mit zwischen 10 und 20 cm durchschnittlichem Abstand. Bei aktiver Datenverbindung ist dies deutlich zu nahe. Dazu kommt die Reduktion auf wenige Zentimeter beim aktiven Frage-Antwort-Gespräch mit dem Spielzeug. Die GEOVITAL Academy Australia hat hierzu Messung der elektromagnetischen Belastung durchgeführt mit für uns erschreckendem Ergebnis bei Verwendung der Hello Barbie bzw. jeglichem Spielzeug mit cloudbasierender interaktiver Sprachfunktion.

Abstand zur Hello BarbieBelastung an µW durch EMF bei 2,4 GHz
bis 10 Zentimetervon 1.500 bis über 2.000 µW/m2 (überwiegend 2.000 µW/m2)
bis 20 Zentimetervon 600 bis über 2.000 µW/m2
bis 30 Zentimetervon 600 bis 1.700 µW/m2
bis 40 Zentimetervon 200 bis 360 µW/m2
Warnung vor dem elektrischen Schlag
Warnung vor dem elektrischen Schlag

Die Belastungen auf den Körper gemossen in µV liegen zwischen 150 und 300 µV und damit auch hier deutlich über der empfohlenen maximalen Belastung von 30 µV. Die Strahlung entsteht immer beim Pressen des Gürtelclips auf der Hello Barbie.

Zumindest empfiehlt der Hersteller die HELLO BARBIE mindestens 30 Zentimeter vom Körper entfernt zu halten. Allerdings auf ein etwaiges Risko durch die Funkbelastung selbst wird nicht hingewiesen, jedoch auf die Möglichkeit des elektrischen Schlages da ein elektrisches Spielzeug mit Batterien.

Wir haben keine andere Möglichkeit als bei elektromagnetischer Strahlung in Zusammenhang mit Kindern das Maximum einer Warnung auszusprechen. Dies gilt für auch für Babyphones gleichermasen, vor allem wenn diese den DECT-Standard ohne ECO-Modus nutzen. Es besteht die Möglichkeit das Eltern mit der Gesundheit des eigenen Kindes „spielen“ und dadurch gefährden.

 

Thema 2: Datenschutz

Zu Gefahren durch Elektrosmog bei diesem Spielzeug war bisher in den Medien nicht viel zu lesen. Dafür umso mehr über Privatsphäre, Datenschutz und Datenmissbrauch in Verbindung mit interaktivem Spielzeug mit Onlinezugang. Hier ist die Aufklärung der Menschen spürbar weiter, vor allem was die Sensibilisierung für dieses Thema an sich betrifft.

Dies ist vor allem zwei Menschen zu verdanken – Julian Assange, dem Gründer von Wikileaks und Edward Snowden, einem Techniker der CIA. Durch diese beiden Personen wurde das Ausmaß an weltweiter Überwachung, Spionage und Datenmissbrauch durch CIA, NSA und anderer Geheimdienst öffentlich bekannt und trat damit ins reale Leben. Darauf sensibilisiert gaben sich Datenschützer bei der HELLO BARBIE gegenseitig sprichwörtlich die Klinke in die Hand.

Passende App zur Hello Barbie
Passende App zur Hello Barbie

Durch das eingebaute Mikrofon und der aktiven Datenverbindung in die Cloud ist damit ein theoretischer Abhörkanal in den persönlichen Haushalt geschaffen worden. Das dies kein Hirngespinst ist hat der Kryptologe Matt Jakubowski bereits erfolgreich in der Praxis bewiesen. Sogar die Umleitung der Daten auf einen alternativen Server wurde geschafft. Was früher aufwendig durch Verwanzung und Verkabelung geschaffen wurde – schaffen wir das nun etwas freiwillig durch den Kauf solcher interaktiver cloudverbundener Spielzeuge? Es scheint fast so. Zumindest hat die Hello Barbie inzwischen einen zweiten Namen erhalten –  die „Abhör Barbie“.

Mattel hat auf diese Anschuldigungen bereits reagiert und beschwichtigt. „Mattel ist Datensicherheit wichtig, und die ‚Hello Barbie‘ genügt allen einschlägigen gesetzlichen Vorschriften wie dem Children’s Online Privacy Protection Act,“ entgegnet die Unternehmenssprecherin Stephanie Cota auf Anschuldigungen, die Puppe sei kein Spielzeug, sondern ein Spitzel im Kinderzimmer.

Vorteile durch Spielzeug wie die Hello Barbie, wenn der Datenschutz funktioniert

Mattel hat im Zusammenhang mit der Hello Barbie eine App fürs Smartphone entwickelt mit welchem ein Benutzerkonto zur Barbie erstellt wird. Auf diese Weise entsteht der Zugang zum Cloudserver für die interaktive Kommunikation. Die Eltern erhalten täglich ein Protokoll über was das Kind gesprochen hat – dies soll den Eltern Wissen über die Wünsche und Träume des eigenen Kindes vermitteln. Dies für sich ist eine gute Idee, ganz klar. Gut möglich das das Kind dem Spielzeug erzählt worüber es sich Gedanken macht mit das es mit den eigenen Eltern nicht spricht. Allerdings verbleiben die Gesprächsdaten für zwei Jahre in der Cloud. Auch wenn Mattel versichert diese Daten nicht für Werbezwecke zu missbrauchen, liegen die Daten dennoch auf Abruf bereit und es ist ja nicht erst einmal geschehen das Ganze Computersysteme gehackt wurden und Daten kopiert und geklaut (Kreditkartendaten als Beispiel).

Gefahr für Betrug am Datenschutz ist eine Tatsache – das ist Fakt!

Wir betreiben selbst einen Onlineshop und sind auch beim Alpen Sepp Käseshop in einer technischen Zusammenarbeit. Fast täglich wird versucht mit Zufallskennwörtern versucht an sensible Kundendaten zu gelangen. Dies ist erschreckenderweise inzwischen normal und betrifft praktische alle Onlineshops. Daher sind Firewalls, Verschlüsselungen und andere Schutzmaßnahmen einfach zwingend. Allerdings das Ausmaß beim Kreditkartenbetrug hat uns überrascht, schon zweimal haben wir Anzeige erstattet nach gescheitertem Versuch gestohlene internationale Kreditkarten mit einem Einkauf zu belasten.

Für ein solches Spielzeug im Zentrum der Familie mit dem hohen Potential eines Hackings darf es vom Hersteller ausnahmslos nur den höchsten Sicherheitsstandard geben – alles andere ist als Kunde nicht zu akzeptieren. Leider machen sich viele Eltern viel zu wenig Gedanken über Datenschutz im Internet.

 

Thema 3: Emotionale Bindung an Mutter, Vater und Familie

Für das Kind ist das Spiel mit einem solchen ToyTalk-Spielzeug definitiv sehr lässig und super. Doch die Eltern sind definitiv gefordert. Neben Strahlenschutz und Datenschutz darf es in unseren Augen nicht passieren das das Kind eine zu tiefe emotionale Bindung an das Spielzeug hat. Wir alle hatten im Kindesalter eine Lieblingspuppe und eine gefühlt lebenswichtige Bindung dazu. Doch hat dieses Spielzeug nicht mit uns gesprochen, in einer Qualität die dem Gespräch mit Bruder, Schwester und Eltern nahekommt.

In der heutigen Zeit ist meist aus finanziellem Grund notwendig das beide Elternteile beruflich tätig sind. Nicht ohne Grund gibt es in jedem Ort inzwischen Kinderkrippen, ja sogar Kleinstkinderkrippen von 0 – 3 Jahren. Dies für sich alleine birgt mehr als genug Risiko für eine Störung der emotionalen Bindung vom Kind an Mutter und Vater.

Es darf nicht passieren das ein Spielzeug die kommunikative Rolle der Eltern übernimmt und berufliche gestresste Eltern ein solches Spielzeug zur „Ruhigstellung“ des Kindes mißbrauchen. Dies passiert tragischerweise bereits vielerorts mit Playstation, XBox und Tablet, allerdings oftmals erst im Kindergarten oder Schulalter. Eine technisierte Barbie in diesem jungen Kindesalter ab 3 Jahren ist etwas völlig neues und die Beeinflussung der Entwicklung des Kindes  ist noch nicht absehbar.

 

Unser Fazit zum Spielzeug mit interaktiver Cloudanbindung

Der Zug hat längst die Fahrt aufgenommen – die Fahrt in eine vollkommen vernetzte und überwachte Welt. Hersteller wie Mattel sind fein aus der Thematik Elektrosmog und Datenschutz raus, müssen die Eltern doch zuvor ihr Einverständnis erklärt haben um mit der Barbie überhaupt „spielen“ zu können. Und genau hier hackt die Problematik – völlig unabhängig wie das Spielzeug heisst, Barbie, Dino Talk oder Buxdehude. Alleine der Umstand, dass sich jemand so eine Puppe ausgedacht hat, zeigt klar wohin die Reise geht.

Die Kindheit der Zukunft wird so geheimnislos sein, wie sie sich Edward Snowden in seiner Weihnachtsbotschaft 2013 ausmalte: „Kinder, die heute geboren werden, werden nie erfahren, was es bedeutet, private Augenblicke nur für sich selbst sowie undokumentierte und unanalysierte Gedanken zu haben.“

 

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LINK zum Thema

» HELLO BARBIE auf amazon

» Eine Barbie mit WLAN ist das Ende der Kindheit (welt.de)

» Hello Barbie – Interaktive Barbie gehackt

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» Elektrosmog durch Funk erfolgreich abschirmen

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Autorenkommentar / Review

Wie Eduard Snowden in der Weihnachtsbotschaft 2013 schon sagte. Die Kinder die jetzt geboren werden, werden nicht mehr erfahren was wirkliche Privatsphäre bedeutet. Der nächste Schritt in 1984 von George Orwell?

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über Dietmar

Dietmar
Dietmar ist der Geobiologe und Techniker von PROnatur24. Er befasst sich intensiv mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen und untersucht fortlaufend die Möglichkeiten technischer Abschirmung.

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