Baby & KleinkindStrahlung & Umwelteinflüsse

Babyphone, der Strahlungsherd neben dem Kinderbett

So angenehm und hilfreich das Babyphone auch ist, diese tolle Erfindung für Eltern kann zur enormen Gesundheitsbelastung für das Baby und Kind werden da auch dieses, wir das bekannte Schnurlostelefon, auf der DECT-Funktechnologie basiert. Wird hier keine tatsächlich funktionierende ECO-DECT-Technologie eingesetzt, bedeutet dies nichts anderes als ein Dauersender gepulster, hochfrequenter Funkstrahlung.

Babyphones strahlen oftmals permanent und stark!

Im Gegensatz zum Mobiltelefon welches quasi nur aus dem „Empfänger“ besteht, sprich ein einzelnes Endgerät welches sendet und empfängt, sind es beim Babyphone immer zwei Endgeräte. Der hochfrequente EMF-Dauersender direkt neben dem Baby und Kleinkind und das Empfangsteil immer in akustischer Reichweite der Eltern. Die Familie holt sich mit dem Babyphone – wie auch beim Schnurlostelefon (DECT) – den Sendemasten (Basisstation) und das Telefongerät (Mobilteil) direkt ins Haus und Wohnung.

Deutlich mehr EMF-Schutz für (Klein)Kinder und Jugendliche!

Der Organismus von Kind und Jugendlichen reagiert deutlich empfindlicher auf die technische Strahlung von Babyphone, Handy/Smartphone, DECT-Schnurlostelefon, WLAN-Geräten als der von Erwachsenen. So nimmt beispielsweise der Kopf eines Kindes aufgrund der geringen Größe und der dünneren Schädelknochen deutlich mehr Strahlung auf als der eines Erwachsenen. Die Folge daraus ist eine aktive Bestrahlung von auch tiefer liegenden Bereichen im Gehirn, welche besonders empfindlich sind.

Zudem befindet sich der kindliche und jugendliche Körper im vollen Wachstum mit erhöhtem Zellwachstum und -teilung, dies betrifft allerdings auch die gesamte Zeit der Schwangerschaft. Künstlich verursachte DNA-Brüche, ausgelöst durch die Einwirkung elektromagnetischer Frequenzen, sollen möglichst vermieden werden. Grundsätzlich erkennt der gesunde Körper rechtzeitig beschädigte Zellen bzw. Krebszellen, dennoch sollte eine Förderung dieser Zellschädigung nicht gefördert werden.

Babyphones im Test: überwiegend „bedenklich und ungenügend“

Babyphones im Test bei K-Tipp
Babyphones im Test bei K-Tipp

Anfang 2011 wurden vom schweizerischen K-Tipp mehrere Babyphones getestet auf verschiedene Faktoren wie Strahlenbelastung,  Reichweite, Störanfälligkeit, Stromverbrauch, Akkulaufzeit, Akustik und Handhabung. Das Ergebnis darf durchaus als „gesundheitlich sehr bedenklich“ bezeichnet werden, setzen doch 50% aller Testgeräte auf veraltete DECT-Technologie mit Dauersendung und damit durchgehender hochfrequenter gepulster Mikrowellen-Bestrahlung. Zumindest der verfügbare ECO-DECT mit deutlich reduzierter Strahlenmenge bis zu 100% bei Standby (ECO-DECT PLUS) sollte Grundbedingung sein, vor allem beim Baby und Kind. Einige Hersteller von Babyphones scheint dies aber recht wenig zu kümmern, was dieser Test durch K-Tipp deutlich zeigte.

Es gibt noch immer keine Langzeitstudien zu den Auswirkungen der noch immer recht jungen Mikrowellentechnologie welche Mitte der 80er Jahre einen mobilen Trend einläutete. Ohne die Belastung und Auswirkung auf Mensch, Tier und Umwelt zu kennen, nimmt die Anzahl und Nutzung mobiler Endgeräte und Anwendungen, Netzstärken und Bandbreiten überproportional zu. Aufgrund dessen rät das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz zur Vorsicht, speziell bei Babyphones.

Sämtliche Babyphones im Test vom K-Tipp verursachen noch weitere Arten von Strahlung, je nach Strahlungsintensität führte dies zur Abwertung. Als Vergleichswert wurden die TCO-Normen für Büroarbeitsplätze herangezogen, obwohl diese für Erwachsene gelten. Das Resultat macht sprachlos, liegen die Werte der Babyphones doch teilweise darüber und wären somit fürs Büro nicht zugelassen. Und dennoch finden diese Babyphones den Weg in das Kinderzimmer, obwohl hier vom Kunden drastisch tiefere Werte erwartet werden dürften!

TCO-Norm für elektronische Geräte
TCO-Norm für elektronische Geräte

Bezüglich der Handhabung, sprich in der technischen und praktischen Anwendung zeigt praktisch alle Babyphones kaum Schwächen. Die Bedienung ist einfach, die Akustik ansprechend. Es scheint als zählt hier vor allem der Komfort für den Erwachsenen und nicht die Gesundheit und das Wohlergehen des Kindes.

Was besagen die TCO-Normen?

Die TCO-Norm verlangt beispielsweise für einen Computer-Arbeitsplätze, dass die Strahlenbelastung von PC-Bildschirmen in 30 cm Distanz unter 10 Volt pro Meter (V/m, elektrische Wechselfelder) und unter 200 Nanotesla (nT, magnetische Wechselfelder) bleiben müssen (» TCO-Normen auf Wikipedia). 10 Minuten Pause pro Stunde beim PC-Arbeitsplatz hat schlußendlich auch seinen Grund.

Schutz für das Kind vor EMF (elektromagnetische Felder)

Eine Aufstellung von Tipps welche grundsätzlich beim Kauf und Anwendung eines Babyphones beachtet werden sollten:

  • Keine digitalen DECT-Babyphones kaufen (falls möglich).
  • Falls DECT-Babyphone notwendig, dann strahlungsarm (ECO-DECT PLUS).
  • Kein Gerät mit permanenter Reichweiten-Überwachung (=Dauersendung).
  • Mindestens 1m Abstand zum Baby einhalten. Kabel nicht am Bett vorbeiführen.
  • Babyphone nur wenn notwendig einschalten.
  • Bei Batteriebetrieb keine Strahlung von Kabel und Stecker (Bei kurzen Betriebszeiten sinnvoll).
  • Niedrige Empfindlichkeit um Funkwellen bei Nebengeräuschen zu vermeiden.
  • Bei Nichtgebrauch Stecker abziehen, denn Strom fließt auch im Standby-Modus.
  • Keine Babyphone-Apps fürs Smartphone, da hier durchgehend der Kontakt zum Mobilfunksender besteht.
  • Grundsätzlich Netzfreischalter für das Kinderzimmer installieren lassen.

Babyphone-Testsieger, herausragend „strahlungsarm“

Angelcare AC 420D, strahlungsarm, Testsieger
Angelcare AC 420D, strahlungsarm, Testsieger

Die soll definitiv keine Werbung sein, es scheint jedoch als Angelcare hat sich zur Aufgabe gemacht den Elektrosmog beim Babyphone im Kinderzimmer aufs maximale zu reduzieren und läuft damit unter „strahlungsarm“. Eine wirklich tolle Leistung!

Aber auch beim Thema Umgang, Anwendung, Robustheit gibt es sehr gute Testwerte. Die Reichweite liegt bei bis zu 250m.

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Zusätzlich sind auch Kombinationen mit Bewegungsmelder und Videoüberwachung verfügbar. Aufgrund notwendiger Verkabelung in Kinderbett oder erhöhtem Daten-Sendeaufkommen (Video) können wir derzeit keine Empfehlung für diese Erweiterungen aussprechen läuft diese Entwicklung entgegen der grundsätzlichen Empfehlung von keinem Stromkabel am Bett und möglichst geringer Bestrahlung des Kindes.

@Update Oktober 2014 – Babyfon-Test vom Öko-Test

Die Verbraucherschützer vom Magazin Öko-Test wurden wieder aktiv. 16 Babyfone wurden eingekauft und auf die tatsächliche Sendeleistung, Funktionen und Komfort überprüft. Das Ergebnis ist nach wie vor ernüchternd, die Industrie hat nichts dazugelernt – es ist aber mehr dazugekommen – Videofunktion und dadurch noch mehr Daten zum senden! Dies ist Ignoranz in purster Form durch die Hersteller. Weder die Empfehlungen von Experten, Analysen und Warnungen der WHO noch auf das Interesse der Eltern wird eingegangen. Tragisch ist das bei einigen Modellen ausser aufgedruckten schicken Marketingworten wie „ECO“ oder „strahlungsarm“ nicht viel übrig bleibt. Bei 12 der 16 Babyphones wurden nach wie vor überhöhte Strahlungswerte gemossen; in einem Meter Abstand zum Babyfonsender wurde   stark erhöhe elektromagnetische Strahlung erzeugt.

Grundsätzlich gilt das Gleiche wie schon vor zwei Jahren. Das Babyfon darf kein Dauersender sein und die Sendeleistung grundsätzlich so niedrig wie irgend möglich. Idealerweise sollte nur dann eine Funk-Sendeleistung stattfinden wenn Geräusche wahrgenommen werden. Und natürlich gilt je niedriger die Sendeleistung, desto niedriger auch die Reichweite. Es bleibt ein Rätsel weshalb ein Babyphone Reichweiten von 500 Metern und auf freiem Gelände sogar von mehreren Kilometern erreichen können muss, es gibt Hersteller welche mit solcher Sendeleistung und Reichweite „prahlen“.

Der Öko-Test prüft idealerweise auch die Möglichkeit nach dem enorm wichtigen Batteriebetrieb. Jedes direkt am Netzteil und damit am Strom angeschlossene Babyfon kann durch die Kabelleitung das Bett des Babys und Kleinkindes unter immense Spannungsfelder vom Hausstrom setzen. Wir konnten in der Praxis noch keinen Fall erleben, bei dem dies nicht der Fall war. Achten Sie daher zwingend auf den Batteriebetrieb vom Babyphone.

Was uns freut ist das unsere Empfehlung aus 2012 nach wie vor gültig ist. Das Angelcare Babyfon bleibt auch weiterhin eines der strahlungsärmsten Geräte für Ihr Baby und Kleinkind!

» Zum aktuellen Babyphone-Check vom Öko-Test Magazin

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LINK zum Thema

» Weiterführende Infos auf Diagnose-Funk

» WARNUNG vor Video Babyphones am Beispiel NUK Eco Control+ – wir haben gemossen!

» Kinder und Jugendliche besonders schutzbedürftig

» Testberichte zu Babyphones auf babyphone-test.de

» Babyphone-Test vom K-Tipp 05/2011

» Österreichische Ärztekammer informiert über Elektrosmog


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Autorenkommentar / Review

Unglaublich! Alte Technik von Handys und DECT-Telefonen kommen im Babyphone zum Einsatz.

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Dietmar

Dietmar ist der Geobiologe und Techniker von PROnatur24. Er befasst sich intensiv mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen und untersucht fortlaufend die Möglichkeiten technischer Abschirmung.

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