Strahlung & UmwelteinflüsseAus der Praxis

Projekt Abschirmung Elektrosmog: Sendemast mit 160 Watt. Von Schlafstörungen und Schwierigkeiten beim Einschlafen und Durchschlafen.

Elektrosmog Sanierung mittels abschirmendem Halb-Baldachin in Kombination mit Abschirmfarbe, Abschirmtapete und Abschirmstoff.

Am Januar 2018 erhielten wir die Anfrage nach einer geobiologischen Untersuchung für Elektrosmog und Erdstrahlung in 6922 Wolfurt, Österreich. Diesesmal eine lokale Anfragen  aus der Umgebung – hier sogar im gleichen Ort, in Wolfurt. Die Abschirmung gestaltete sich aufgrund des Raumes als sehr kreativ. Ziel: Wieder schlafen können!

Untersuchungsergebnis, 22.01.2018
Untersuchungsergebnis, 22.01.2018

Anton B. (Name geändert) wollte dann am Telefon bei der Terminvereinbarung mit einer einführenden Schilderung der bestehenden Symptomatiken beginnen was wir sofort blockierten um eine neutrale Ausmessung der Immissionen im Schlafbereich durchführen zu können. Wie wurde die geobiologische Untersuchung gesamthaft durchgeführt mit einer Aufnahme der natürlichen Strahlungsherde (Erdstrahlung), niederfrequente Wechselfelder NF (Hausstrom) und hochfrequente elektromagnetische Felder HF (Mobilfunk, WLAN, LTE, …).

Ergebnis der Untersuchung vom 22.01.2018:

  • Kreuzungspunkt Currynetz Bett 2 mit 1.400 RE
  • Gitternetzlinie mit 700 RE
  • Verwerfung mit 900 RE
  • elektrische Wechselfelder NF bei 1400 V/M durch Sicherung 12, 13 und 20
  • elektromagnetische Felder HF bei 4.000 µV durch hausinternes WLAN, Smartphones und nahen Mobilfunksender
  • Dirty Electricity bei 265 GS Einheiten durch Stromleitungen
  • Powerline PLC ist keines installiert

Nach Erläuterungen der Meßergebnisse und den zusammenhängenden typischen Symptomen bei den vor Ort  einwirkenden Immissionen stellen wir immer die Frage „Warum machen wir diese Untersuchung? Warum sind wir hier?“. Diese Erläuterung berücksichtigend suchen wir dann nach dem gemeinsamen Nenner für eine Ursachenforschung.

3 Sendemasten angrenzend in der Nachbarschaft, Dachmontage, Elektrosmog durch Funkstrahlung
3 Sendemasten angrenzend in der Nachbarschaft, Dachmontage, Elektrosmog durch Funkstrahlung

Es gab auf Anhieb einige deutliche Überschneidungen anhand derer dann die möglichen Abschirmmaßnahmen gegen Elektrosmog besprochen werden konnten. Sofortmaßnahmen ohne Kosten und ideale Sanierungsoptionen mit aufgrund der bestehenden Schlafraumsituation doch erhöhtem Arbeitsaufwand.

Als „gratis“ Sofortmaßnahme war die Empfehlung zum Abschalten von WLAN und Smarthphones in der Nacht und versuchsweise Abschalten der drei Sicherungen in der Nacht zum Test. Auch haben wir empfohlen 1-2 Nächte im abgeschirmten Gästezimmer der Vienna House Martinspark Dornbirn zu verbringen. Es ging vor allem darum eine geschützte elektrosmogfreie Nacht kennenzulernen in optimaler Schlafumgebung um dann für das eigene Schlafzimmer passend entscheiden zu können.

Die Überprüfung des angrenzenden Sendemastens lieferte sofort die Erklärung für die sehr hohe Belastung an Elektrosmog durch hochfrequente Funkstrahlung von bis zu 4.000 µV im Schlafzimmer. Ausserhalb des Hauses konnten wir Höchstwerte von über 9.000 µV messen. Der ideale Zielwert liegt unterhalb von 100 µV – ob dieser zu schaffen ist, bleibt offen bei dieser enormen Immission durch Funkstrahlung. Jedoch massiv unter 4.000 µV müssen das Ziel sein sollte eine Abschirmung realisiert werden – unter 300 µV wäre entscheidend, unter 200 µV ein Wunsch. Die Sendemasten sind auf dem Dach des Nachbarn montiert, direkt hinter der Rückwand des Schlafzimmers.

Wir führen Messungen immer zweifach durch. Erst baubiologisch als Luftwertmessung und danach als Körperankopplungsmessung. Der Unterschied zwischen den beiden Meßmethoden ist gewaltig und in unseren Augen ist die Körperankopplungsmessung entscheidend wichtig. Es zählt schlußendlich nicht die elektrische Energie am Meßdraht der Feldsonde, sondern die elektrische Energie die beim Menschen auftrifft auf dem gesamten Körper – daher ist für uns die Körperankopplungsmessung ausschlaggebend.

Sendestandort in 6922 Wolfurt, Österreich
3fach bestückte Mobilfunkstation mit GSM, UMTS, LTE mit bis zu 160 Watt Sendeleistung als Dachaufbau

 

Durchführung der Schlafzimmerabschirmung gegen Elektrosmog

Aufgrund der Bauart der Schlafzimmers entschied sich Anton B. gegen eine gesamte Abschirmung des gesamten Raumes sondern dachte an eine begrenzte Sanierung in dem vor allem das Bett durch eine Art zuziehbaren Halb-Baldachin in der Nacht abgeschirmt wird.

Über dem Bett befindet sich ein Schrägdach mit weiss angestrichenen Holzleisten – die Holzmaserung ist sichtbar. Am Kopfteil vom Bett eine durchgehende Auflage in Marmorstruktur und dahinter massive Wand. Gleiches rechts und links vom Bett – massive Wand mit weiss übermaltem grobem Putz. Rechts vom Bett auch ein ca. 2 m² großes Fenster. Der Boden besteht aus echtem Parkett, verklebt verlegt.

(Aufnahme vor der Sanierung zur Abschirmung von Funkstrahlung HF und elektrische Felder NF)

 

Aufgrund der Holzkonstruktion am Schrägdach wählten wir statt einer Abschirmfarbe eine abschirmende Untertapete für das Schrägdach und Himmel. Der Grund dafür liegt im Holz welches sich je nach Temperatur ausdehnt und zusammenzieht – dies kann bei Abschirmfarben zu kleinen Rissen führen und damit zur Schwächung der Schirmleistung – ganz im Gegensatz zur Untertapete. Die Entscheidung viel weiters auf ein nachträglich eingezogenes „Dach“ über dem Bett, montiert auf die beiden vorhandenen Holzbalken. Die Ablage hinter dem Bett wird entfernt und das Bett schlußendlich zurückgeschoben an die Wand.

Zuerst wurde die rechte und linke Wandseite bis zum Fenster mit einer Grundierung vorbehandelt  und anschließend mit Abschirmfarbe einmal komplett gestrichen. Danach wurde am Sockel das selbstklebende Erdungsband beginnend an der linken Wand – Rückwand – rechte Wand bis zum Ende vom Fenster angebracht. Dadurch werden alle abgeschirmenden Flächen elektrisch leitend miteinander verbunden. Da sich der schlußendlich Erdungskontakt auch an der Rückwand befindet, wurde das Erdungsband an dieser Stelle verlängert und mit dem Erdungsdraht PE der Steckdose verbunden.

Als nächstes wurde die Untertapete in 1 m breiten Bahnen hochgezogen, beginnend am Sockel (Kopfseite Bett), über die Dachschräge bis zum Ende der eingezogenen „zweiten“ Decke. Jede Tapetenbahn ca. 1 cm überlappend. Die metallisierte elektrische Seite nach aussen und am Sockel freibleibend vom elektrisch isolierendem Kleister – hier muss der Kontakt mit dem zuvor verlegten Erdungsband erfolgen. Um den elektrischen Kontakt zusätzlich sicherzustellen wird die abschirmende Tapete mit Sockelleisten und Metallschrauben zusätzlich auf das Erdungsband gepresst.

Anschließend, nachdem der erste Farbanstrich trocken war, erfolgte der zweite Anstrich der rechten und linken Wand mit Abschirmfarbe wobei in der rechten und linken Ecke die Abschirmfarbe auf die Tapete ca. 10 cm weitergeführt wurde. Nach Trocknung von diesem erfolgte der finale Anstrich aller abgeschirmten Flächen mit weisser Wandfarbendispersion bzw. weisser Kalkfarbe in zwei bzw. drei Lagen um den schwarzen Farbton der Abschirmfarbe vollständig zu überdecken.

(Aufnahme nach der Sanierung HF & NF mit offenem Halb-Baldachin)

 

Der abgeschirmte und elektrisch geerdete Raum hat nun eine U-Form, wobei der Boden noch unbehandelt geblieben ist. Statt den gesamten Raum zu schirmen wird am Fussende vom Bett ein abgeschirmender Vorhang eingezogen. Dafür wurden am Ende vom eingezogenen Dach Vorhangleisten montiert und rund gebogen vom Raumausstatter. Der Abschirmstoff wurde vom erfahrenen Nähstudio zu einem optisch ansprechenden, abschirmenden Vorhang genäht mit Bleiband am Boden für einen natürlichen Fall.

Die Nachmessung ergab trotz zwei aktiven Netzfreischaltern eine Restbelastung an Elektrosmog durch elektrischen Wechselfeldern NF durch den unbehandelten Boden. Da noch genügend Reste der Abschirmtapete übrig waren, wurde eine Holzplatte für unter das Bett erstellt und mit dieser Tapete beklebt, mit der metallisierten Seite nach unten. Zuvor wurde das Erdungsband aufgeklebt, mit der schraubbaren Erdungsplatte kontaktierbar zusätzlich fixiert. Abschließend mit dem Erdungskabel verbunden und dem Erdungsstecker über eine freie Steckdose abgeerdet.

Das Ergebnis der gesamten Sanierung zur Abschirmung elektrischer niederfrequenter Wechselfelder NF vom Hausstrom und elektromagnetischer hochfrequenter Felder HF von Funkstrahlung wurde schlußendlich optisch sehr ansprechend gelöst. Viel entscheidender als die Optik sind jedoch die Immissionswerte an Elektrosmog nach der Abschirmung – die Spannung stieg.

(Aufnahme nach der Sanierung HF & NF mit geschlossenem Halb-Baldachin)

 

Elektrosmog Abnahmemessung nach Sanierung

Ausgangsmessung Funkstrahlung, Elektrosmog durch Funkstrahlung

Zur Durchführung der Elektrosmog Sanierungsarbeiten wurde an Abschirmmaterial benötigt:

Materialkosten der Sanierung: ca. € 1.200,00.

 

NIEDERFREQUENTE ELEKTRISCHE FELDER
WECHSELSTROM DURCH HAUSSTROM IN V/M

Ausgangsmessung (davor): 1.400 V/M
Sanierfungsmessung (danach): 25 V/M

 

HOCHFREQUENTE ELEKTROMAGNETISCHE FELDER
FUNKSTRAHLUNG DURCH WLAN, HANDY, LTE, … in µV

Ausgangsmessung (außerhalb Haus, davor): bis zu 9.000 µV
Ausgangsmessung (innerhalb Schlafzimmer, davor): bis zu 4.000 µV

Nachmessung Luftwert (innerhalb Schlafzimmer, Baldachin offen): bis zu 600 µV
Nachmessung Luftwert (innerhalb Schlafzimmer, Baldachin geschlossen): bis zu 17 µV

Nachmessung Elektrosmog Funkbelastung Luftwert bei geöffnetem Baldachin
Nachmessung Elektrosmog Funkbelastung Luftwert bei geöffnetem Baldachin
Nachmessung Elektrosmog Funkbelastung Luftwert bei geschlossenem Baldachin
Nachmessung Elektrosmog Funkbelastung Luftwert bei geschlossenem Baldachin

 

Nachmessung Körperankopplung (innerhalb Schlafzimmer, Baldachin offen): bis zu 2.000 µV
Nachmessung Körperankopplung (innerhalb Schlafzimmer, Baldachin geschlossen): bis zu 170 µV

Nachmessung Elektrosmog Funkbelastung Körperankopplung bei geöffnetem Baldachin
Nachmessung Elektrosmog Funkbelastung Körperankopplung bei geöffnetem Baldachin
Nachmessung Elektrosmog Funkbelastung Körperankopplung bei geschlossenem Baldachin
Nachmessung Elektrosmog Funkbelastung Körperankopplung bei geschlossenem Baldachin

 

Schilderung von Anton B. ein paar Tage nach der Elektrosmog Sanierung für den gesunden Schlaf

Ein Zeitraum von nur ein paar Tagen nach der Abschirmung des Schlafzimmers reicht natürlich nicht aus um klare Aussagen zur Veränderung der Schlafsituation / Erholungssituation durch den Schlaf zu treffen. Die ersten Tage können jedoch einen ersten Hinweis geben und sind die am spürbarsten Nächte durch den üblicherweise enormen Unterschied.

Anton B. schilderte dies wie folgt: „Ich schlafe schon seit Jahren sehr schlecht und bin daher durchgehend energielos. Ich schlafe lange nicht ein und ein durchschlafen erlebe ich sowieso nie. Obwohl ich einen Wecker habe ist der eigentlich sinnlos da ich sowieso wach bin. Die ersten zwei Nächte nach der Abschirmung waren noch schlimmer als davor, wie du ja auch mitgeteilt hast – habe es erwartet. Die dritte Nacht war jedoch beeindruckend und habe ich seit Jahren nicht erlebt. Ich wurde doch tatsächlich vom Wecker geweckt – gegen 10/11 Uhr. Ich ging um 22 Uhr wie üblich ins Bett und schlief unfassbarerweise durch bis es läutete.

Wir werden in 2-3 Monaten erneut nachfragen und bleiben in Kontakt.
Der Schutz vor Erdstrahlung (Gitternetz-Kreuzung im Kopfbereich) ist noch in Überlegung.

 


LINK zum Thema

» Abschirmung Elektrosmog selbst gemacht

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» Weitere Erfahrungsberichte aus der Praxis


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Zusammenfassung von PROnatur24

Diese Zusammenfassung spiegelt den überschaubaren Aufwand einer Sanierung gegen Elektrosmog trotz aufwendig gebautem Schlafzimmer wieder. Und das Ergebnis ist beeindruckend!

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Dietmar

Dietmar ist der Geobiologe und Techniker von PROnatur24. Er befasst sich intensiv mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen und untersucht fortlaufend die Möglichkeiten technischer Abschirmung.

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