Strahlung & Umwelteinflüsse

Kopfschmerzen durch Apple Airpods? Wie stark wirkt die Elektrosmog Strahlung auf den Körper ein?

Die stylischen Apple Airpods im Belastungscheck. Hochfrequente EMF im praxisnahen Bestrahlungs Test.

Mit den Airpods hat Apple erneut stark polarisiert als diese im September 2016 auf der Keynote vorgestellt wurden. Die Meinungen waren sehr geteilt, allerdings nur was das Design betrifft. So waren die einen grenzenlos begeistert und die anderen sprachen von einer Klobürste im Ohr. Von der strahlenden Thematik rund um Elektrosmog und Airpods war zu dem Zeitpunkt nicht die Rede – das Design flashte zu sehr.

Heute 2018, nach gut 2 Jahren, ist einiges an Zeit vergangen und vieles aus der Praxis in der Anwendung der Apple Airports ist bekannt. Vor allem in Foren gibt’s es vieles zu lesen von den Vorteilen allerdings auch von den Nachteilen. Ein Thema dabei wiederholt sich fortlaufend – Kopfschmerzen und Druck im Kopf. Wir haben uns gedacht dies ist der richtige Zeitpunkt um mal selbst einen Elektrosmog Strahlungstest zu machen (allerdings erst im nachhinein) und generell die Apple Airpods mal kennenzulernen.

Airpods Vorstellung zur Apple Keynote 2016

Apple glaubt an die kabellose Zukunft und hat sich dieser verschrieben. Dies liegt eben auch im Trend was die Menschen so als modern wahrnehmen und wollen und ist es ja auch praktisch, so ganz ohne Kabelsalat. Und die damit automatisch zusammenhängenden elektromagnetische Dauerbestrahlung der Körperzellen belastet ja glücklicherweise nur wenige – eben diese paar „elektrosensiblen und elektrohypersensiblen“ Menschen. In unseren Augen (und nach vielen Jahren erlebter Praxis) eine sehr zweifelhafte gefühlte Sicherheit. Das Internet der Zukunft passt hier auch recht gut ins Bild. Dieses Zeitalter der „Internet of Things (Internet der Dinge)“ in welchem alles mit allem kommuniziert und identifizierbar ist. Der kommende Mobilfunkstandard 5G ist hierbei ein wichtiger technologischer Schritt und ermöglicht beispielsweise erstmals theoretisch auch flächendeckend selbstfahrende Autos.

Wir vergleichen diese lernresistente Ignoranz gegenüber Elektrosmog durchaus auch mal mit einer klassischen Sucht. Nur eine süchtige Person will die Schattenseiten ganz bewußt nicht sehen. Ohne Probleme lässt sich hier ein Vergleich mit „legalen“ Drogen zu – Rauch, Alkohol und Medikamente. So bezahlt eine süchtige Person fortwährend viel Geld und akzeptiert dabei bewußt den eigenen Körper zu belasten und damit nachhaltig die eigene Gesundheit zu schädigen. Wäre hier gesunde Logik im Spiel, würde sich dieses Thema umgehend lösen. So ist beispielsweise Österreich die europäische Hochburg der Raucher mit entsprechend hohen Gesundheitskosten zur Behandlung der typischen Erkrankungen. Argumentiert wird gegen den Nichtraucherschutz mit u.a. Einschränkung der persönlichen Freiheit und Verlust von Arbeitsplätzen und Gewerbeschließungen.

Um sich ein Bild über den Gesundheitszustand unserer Zivilisation zu machen, empfehlen wir immer wieder mal die Statistiken rund um Zivilisationskrankheiten zu lesen. Eventuelle Rückschlüsse mache jeder für sich selbst.

Apple Airpods – Funktechnologie im Strahlungs-Check

Ein Airpod von Apple besteht aus verschiedenen Bauteilen wie folgt:

  • W1 Apple Wireless Chip im Kopf
  • verschiedene Sensoren im Kopf
  • Mikrofon im Kopf
  • Batterie im Stab
  • Antenne im Stab
  • Mikrofon im Stab

Eine detaillierte Darstellung über den schematischen Aufbau und Funktionsweise der Airpods:

 

Für den technikbegeisterten Anwender hier noch die Airpods von innen: Teardown Review von iFixit!

Verantwortlich für die Produktion elektromagnetischer Felder ist der verbaute W1 Chip – der Wireless Chip von Apple sowie die im Airport-Stab integrierte Antenne.  Und welche Leistungsfähigkeit haben diese Komponenten?

Der W1 Chip trägt auch die Bezeichnung 343S00130 und wurde für kabellose Audio Kopfhörer entwickelt. Der Apple W1 Chip unterstützt den Bluetooth Standard 4.1 bzw. inzwischen 4.2. Die verwendete Frequenz bzw. die produzierte HF Strahlenbelastung der Bluetooth Verbindung liegt zwischen 2,402 und 2,480 GHz. Der SAR (spezifische Absorptionsrate) liegt bei 0,466 Watt per Kilogramm.

Der W1 Chip zählt zur Klasse 1 von Bluetooth Geräten. Dies ist der Beats Homepage zu entnehmen. In diesen drahtlosen Kopfhörern ist ebenfalls der W1 Chip eingebaut. Bluetooth Klasse 1 ist so definiert das mit mehr Strom mehr Reichweite erreichbar ist. Die Bluetooth Class 1 ist reglementiert mit max. 100 mW an Sendeleistung. In Bezug auf diese Klassifizierung ist es somit möglich das die Apple Airpods bis zu 100x stärker senden und damit strahlen kann als ein regulärer Bluetooth Kopfhörer.

Zum Vergleich: 100 mW ist die maximale Sendeleistung eines WLAN Routers im 2,4 GHz Band. WLAN mit 5 GHz darf bis zu 200 mW stark senden. Vergleichen wir diesen Wert mit UMTS (3G) und LTE (4G). Ein UMTS Handy nutzt bis zu 250 mW und ein LTE Handy bis zu 200 mW an Sendeleistung – der Durchschnitt beim LTE Handy liegt bei 125 mW. Vergleichen wir also diese technischen Werte, so muss der Fairness halber einfach Platz da sein um eine Warnung zur Vorsicht auszusprechen.

Es stellen sich für uns ein paar wichtige Fragen. Wir gehen dabei vom maximal möglichen aus:

  • Weshalb ist es notwendig für ein Bluetooth Headset mit dem Mobiltelefon in unmittelbarer Reichweite eine Strahlungsklasse zu verwenden die eine Reichweite von 100 Meter zulässt? Bluetooth Class 2 hätte eine Reichweite von 50 Metern und eine maximale Strahlenbelastung von 2,5 mW und damit einen Bruchteil von 100 mW. Bluetooth Klasse 3 liegt sogar bei nur 1 mW bei 10 Meters Reichweite (wäre auch ausreichend).
  • Für gewöhnlich wird ein Bluetooth Headset verwendet um die Strahlung durch das Mobiltelefon unmittelbar am Kopf und Gehirn zu senken. Die Apple Airpods führen diese Entscheidung ad absurdum. Warum werden hier gesundheitliche Warnungen von Wissenschaftlern nicht berücksichtigt?
  • Bei maximaler Leistung positioniert der Träger sich einen WLAN Router bzw. WLAN Access Point in Form eines Airpods rechts und links vom Kopf, direkt im Ohr liegend anliegend. Und damit eine aktive permanente Bestrahlung für jeweils längere Zeit – solang eben Musik genossen wird. Oder zeitweise zwei LTE Smartphones im Dauersendemodus – eins an jedem Ohr. Dabei wirkt eine Belastung mit SAR 0,466 durch die direkte Position am Ohr direkt aufs Gehirn. Eine Absorptionswert der üblicherweise nur bei Mobiltelefonen zu finden sind (und dort natürlich auch noch viel höher sein kann).

 

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Dietmar

Dietmar ist der Baubiologe und Techniker von PROnatur24. Er befasst sich intensiv mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen und untersucht fortlaufend die Möglichkeiten technischer Abschirmung.

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