Strahlung & Umwelteinflüsse
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WIDERSTAND GEGEN INTELLIGENTE STROMZÄHLER. Wichtige Ergänzungen zu unserem Smartmeter Interview mit dem ORF Vorarlberg.

Ergänzung wichtiger fehlender Teile des Interviews mit Dietmar Hohn, wie kam es zum Interview und Infos zur Intitiative STOP Smartmeter auf www.stop-smartmeter.at. (Bildnachweis: ©ORF Vorarlberg)

SMARTMETER THEMA ZWEI
Vom Elektrosmog gegen den eigenen freien Willen!

Und was denke Sie über die Strahlenbelastung, war die nächste Frage des ORF Reporters. Natürlich ist auch die  elektromagnetische gepluste Dauerbestrahlung ein gravierendes Thema, welches nur allzu gerne von den Betreibern als Lapalie abgetan wird. Im ORF Interview wurde die Belastung durch das Smartmeter gefühlt ins „harmlose (lächerliche)“ gezogen und mit dem Versenden von einem SMS pro Tag verglichen. Was soll dieser an den Haaren herbeigezogene Vergleich und wo sind die messtechnischen Fakten welche diesen Vergleich belegen? Und warum wird bei diesem Vergleich nur dieses eine Datenpaket des eigenen Smartmeters hergenommen und das Smart Meter Netzwerk im gesamten außer Acht gelassen?

Im übrigen ist die Thematik „Wie stark belasten EMF Felder den Körper“ hier gar nicht das Thema. Es steht jedem Menschen frei sich für oder gegen die Bestrahlung durch Elektrosmog zu entscheiden. Es kann nicht sein das der freie Wille des Menschen hier einfach übergangen wird. Spricht sich der Endverbraucher aus persönlichen Gründen gegen diese Installation aus, so muss dies respektiert und akzeptiert werden. Eine Bewertung dieser persönlichen Gründe ist nicht erforderlich. Doch kommen wir zurück zum Elektrosmog via PLC Smart Meter.

Die elektromagnetische Strahlung welche beim Versenden eines SMS produziert wird, ist sehr stark von der bestehenden Netzqualität abhängig und diese kann von klein bis sehr groß sein. Eine messtechnisch pauschalierte Aussage ist hier unmöglich. Ich konnte beim Versenden von Kurznachrichten EMF Strahlungswerte von 150 µV und auch schon mal 1.900 µV am Messgerät festhalten. Wobei die baubiologisch (gesunde) elektromagnetische Feldstärke immer unter 30 µV liegen sollte – leider müssen wir heute schon froh sein wenn wir unter einer Belastung von 100 µV liegen.

Natürlich kann der Elektrosmog, welcher durch ein Smartmeter mit PLC Übertragungstechnik produziert wird, nicht mit der Bestrahlung durch ein aktives Mobiltelefons am Ohr verglichen werden oder mit einem aktiven WLAN. Allerdings stellt sich auch die Frage weshalb eigentlich nicht? Schlussendlich verwandelt sich jede einzelne Stromleitung im Haushalt bzw. im gesamten Haus in eine permanent funkende und abstrahlende Antenne im Frequenzband aktuell zwischen 10 und 100 kHz – zumindest bei diesem Smartmeter. Permanent, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Aufgrund Störanfälligkeit mit anderen Geräten wird scheinbar aktuell die Erhöhung der Übertragungsfrequenz auf über 100 kHz diskutiert.

Schema der EMF Bestrahlung durch PLC Powerline
Schema der EMF Bestrahlung durch PLC Powerline (Bildnachweis: ©stop-smartmeter.at)

Klartext, offen gesprochen: Der WLAN Router ist stärker in Bezug auf Bestrahlung – das ist richtig. Dieser steht jedoch auch meist in einem anderen Raum; bekanntlich hilft Abstand zum Sender sehr stark und dies ist auch messtechnisch eindeutig belegbar. Und wie ist das mit dem PLC? Nun, dieses abstrahlende PLC Powerline Signal, nun das habe ich sobald aktiviert in allen Elektrokabeln in der Wand, im Boden und der Decke. In der Leitung zum Lichtschalter an der Wand, gleich wie im Kabel zur Steckdose neben mir. Im eingesteckten Ladekabel wie auch im Elektrokabel zur   Schreibtischlampe. Zusätzlich zum Dirty Electricity welches ich durch den Wechselstrom sowieso schon abkriege, bestrahlt mich der Smartmeter nun also auch noch zusätzlich in jedem Raum in meinem Haushalt – IN JEDEM RAUM. Und klingt dies nun soviel besser?

Um kurz das gesundheitliche Thema anzusprechen – diese möglichen und bekannten Symptomatiken haben wir in einem eigenen Beitrag gesammelt. Daher gehe ich an dieser Stelle nicht mehr gesondert darauf ein.

Das Smartmeter-Netzwerk nicht vergessen! Es geht nicht nur um den einzelnen Smartmeter alleine, sondern alle gemeinsam. So fungiert jeder Smart Meter auch als Relais für andere Smartmeter um Informationen weitergeben. Diese Technik ist auch bei WLAN bekannt und wird dort als MESH Netzwerk bezeichnet. Dieses Weiterleiten von Verbrauchsdaten ist notwendig, da die Reichweite des einzelnen Smartmeters zu klein ist um das E-Werk zu erreichen. Somit sprechen wir hier nicht nur von einer bestrahlenden Technologie, sondern auch von  eine sehr träge Technologie. Nein – Smartmeter die die Verbrauchsdaten via Mobilfunk übertragen sind auch keine Alternative. Und ja – es gibt eine baubiologisch gesunde Variante vom Smartmeter.

Allgemein gesprochen gibt es zwei gesunde Varianten. Die eine Variante ist die, die wir alle schon seit vielen Jahrzehnten nutzen und im Sicherungskasten installiert haben – der klassisch gute Stromzähler. Dieser produziert keine Powerline PLC Dauerbestrahlung und funktioniert wunderbar noch für viele weitere Jahrzehnte.

Die zweite Variante ist ein Smartmeter mit strahlungsfreiem LAN Anschluss. Es spricht überhaupt nichts dagegen ein Smartmetermodell zu verwenden das wie jeder PC über eine kabelgebundene LAN-Schnittstelle (Ethernet) verfügt und via Netzwerkkabel mit dem DSL, Glasfaser oder CABLE Modem verbunden wird. Ganz im Gegenteil – dies wäre in baubiologischem Hinblick sogar massiv besser! Die Übertragung der Verbrauchsdaten wäre zudem optimal, läge im Millisekundenbereich Latenz und wäre strahlungsfrei. Warum die E-Werke diese am Markt verfügbare Variante vom Smartmeter dem Kunden nicht optional auch anbietet ist nicht nachvollziehbar. Ich tippe auf ausweichende Begründungen wie „zu teuer“ oder „zu kompliziert“ oder „zu sehr vom Kunden abhängig“. Natürlich wäre dies alles völliger Schwachsinn, da wir seit vielen Jahrzehnten ein tadellos funktionierendes Ablesesystem haben das bisher auch ohne Internet wunderbar funktioniert hat.

Schematische Darstellung Wechselstrom mit und ohne PLC
Schematische Darstellung Wechselstrom mit und ohne PLC (Bildnachweis: ©stop-smartmeter.at)

FAZIT zur Dauerbestrahlung: Niemand hat das Recht über das Leben Dritter zu entscheiden. Hat der Mensch das Bedürfnis ohne Elektrosmog in den eigenen vier Wänden zu leben, so ist dies ohne Ausnahme zu akzeptieren. Punkt! Ich kenne viele Menschen (Zahl steigend) die kein WLAN haben und strukturiert verkabelt und damit frei von Elektrosmog sind. Diese Wohnungen sind mitunter auch frei von Handys und Smartphone und fürs telefonieren gibts das kabelgebunde Festnetztelefon. Auch haben diese Menschen einige Räume aktiv gegen externe Funkbelastung abgeschirmt. Diese Menschen tun alles um keine EMF Belastung zu haben. Eine aktive Schirmung gegen innen ist so gut wie unmöglich – vor allem nicht bei der Powerline Technologie.

Um nochmals auf den Vergleich mit dem SMS zurückzukehren. Der Netzanbieter spricht vergleichend von einem SMS pro Tag. Dies ist solange richtig, solange nur von den Zähler-Daten des eigenen Smart Meters gesprochen wird. Die Realität schaut natürlich völlig anders aus und macht diese Aussage maximal zur halben Wahrheit. Denn die Daten aller anderen Smart Meter im gesamten Trafonetz werden ebenfalls vom eigenen Smart Meter aufgenommen und verstärkt (siehe Erklärung PLC Netzwerk und geringer Reichweite pro Smartmeter weiter oben). Daher sendet der eigenen Smart Meter mehrere Datenpakete pro Sekunde und nur eines davon pro Tag mit den eigenen Verbrauchsdaten. Angewandt auf diesen hinkenden SMS Vergleich bedeutet dies somit mehrere SMS pro Sekunde über 24 Stunden am Tag, welche von allen Leitungen und Geräten im ganzen Haushalt bzw. Haus abgestrahlt werden.

Ich setze daher hierbei einen anderen Vergleich an der in meiner Wahrnehmung viel zweckdienlicher ist. Die Verpflichtung zu einem Lungenzug Zigarettenrauch pro Tag oder der verpflichtende Schluck Alkohol pro Tag. Beides ist Gift für den Körper und natürlich umzusetzen ab der Geburt in diese Welt, spätestens mit dem Einzug aus dem Spital ins Kinderzimmer. Klingt schräg, das weiß ich. Jedoch gerade in Bezug auf elektrosensible Menschen passt dieser Vergleich recht gut. Und schlußendlich ist das Baby das ins neue Kinderzimmer gelegt wird, auch Opfer dieser permanenten Smart Meter Powerline Bestrahlung ab der ersten Sekunde nach Einzug.

Weiterführende Informationen sind auf www.stop-smartmeter.at zu finden.

 

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Dietmar

Dietmar ist der Baubiologe und Techniker von PROnatur24. Er befasst sich intensiv mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen und untersucht fortlaufend die Möglichkeiten technischer Abschirmung.

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