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Energiesparlampe mittels Gesetz finanziert (©123rf.com)
Energiesparlampe mittels Gesetz finanziert (©123rf.com)

Die Tragödie Glühbirnen-Tod und Energiesparlampe

Review Übersicht

Es ist unglaublich wie schädliche Energiesparlampen per Gesetz in den privaten Haushalt gelangen!

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Sieg der Energiesparlampe – wenn die EU wider besserem Wissen handelt und zwingt

Der 1. September 2012 liegt inzwischen hinter uns und damit wird die Edison-Glühbirne ein Fall fürs Museum. Es stellt sich die Frage wie es überhaupt soweit kommen konnte das sich eine EU-Politik gegen die Gesundheit stellt (siehe Beitrag Ende der Glühbirne) anstatt den Konzernen die Forschung bzw. Weiterentwicklung bekannter effizienter Licht-Technologien aufzutragen. Mit dieser Entscheidung gegen die Glühbirne beugte sich die EU den Begehrlichkeiten der Industrie und zwingt den Konsumenten gesundheitsschädliche (giftige) Energiesparlampen zu kaufen. Gesundheitsgefahr besteht dabei durch Quecksilber und hochfrequente elektromagnetische Felder (Elektrosmog).

Der mehrjährige letzte Weg der Glühbirne

Zwischen 2009 bis 2016 tritt ein fünfteiliger Stufenplan in Kraft an dessen Ende der Glühbirne in Europa das Licht ausgehen soll. Seit diesem Jahr, September 2012, wirkt Stufe 4. Bis auf Restposten dürfen im gesamten EU-Raum keine Glühlampen mehr produziert oder regulär verkauft werden, geltend für alle Watt-Leistungsstufen. Damit wird nun bei den ganzen Händlern Lagerfläche frei für die scheinbar moderne Energiesparlampe.

Dieser verpflichtende und zeitgleich tragische Wechsel findet leider wider besserem Wissen statt. Und am 1. September 2016 greift dann die letzte des 5-Stufenplans. Die Verbannung aller Leuchtmittel mit schlechterer Effizienz als „B“ („A“ steht für sehr effizient, „G“ für sehr ineffizient). Dies bedeutet dann das Ende für die doch relativ neuen und liebgewonnenen Halogenglühbirnen und Halogenstecksätze für Spots, da diese in die Effizienzklasse „C“ zählen.

"Das Lampen-Komplott" im profil 37/2012
„Das Lampen-Komplott“ im profil 37/2012

Wir empfehlen an dieser Stelle jedem Detail-Interessierten die Titelstory in der profil-Ausgabe 37 vom 10. September 2012. Sehr deutlich kommt hierbei die Beteiligung der beiden europäischen Licht-Marktführer Philips und Osram bei dieser politischen Entscheidung zum Glühbirnenverbot zum Vorschein.

Die Wahl Geld oder Gesundheit gewinnt immer Geld!

Zumindest was das Geld betrifft, gab es bereits 1924 bei der Glühbirne eine wirtschaftliche Entscheidung die bis heute gütig ist, wenn auch technologisch in keinster Weise notwendig. Bereits damals, vor 1924, lag die durchschnittliche Lebensdauer der Glühbirne bei 2.500 Stunden. Danach lag diese nur mehr bei 1.000 Stunden und muss daher bis heute deutlich öfter gewechselt werden – eine einfache Milchmädchenrechnung. Auch interessant: Die erste Glühbirne von Thomas Edison brannte 1.500 Stunden. Glühbirnen in China hielten sogar 5.000 Stunden!

Seit Jahren wird uns in den Medien mitgeteilt wie positiv und entscheidend wichtig dieser Wechsel zur Energiesparlampe ist und eine effektive Umsetzung nur mittels gesetzlichem Verbot möglich ist. Schlussendlich wird viel Energie und viel Euro gespart und überhaupt freut sich das Klima sehr darüber. Klingt toll und was ist die Wahrheit? In Wahrheit ist die Energiesparlampe eine veraltete Übergangstechnologie welche durch Einsatz von Quecksilber zudem hochgiftig ist. Und hier beginnt die Schattenseite der Energiesparlampe. Abgesehen davon das ein hoher Prozentteil der Lampen nicht einmal die 6.000 Stunden Mindestlebensdauer des Herstellers erreicht (Test des Vereins für Konsumenteninformation), zählen Energiesparlampen aufgrund des starken Nerven- und Zellgifts Quecksilber von vornherein zum Sondermüll. Und dennoch geht die EU davon aus das 80 % aller Energiesparlampen im normalen Hausmüll landen. Und das obwohl das Quecksilber einer einzigen Lampe 5.000 Liter Wasser verseuchen kann. Soviel zum Thema Umwelt- und Klimaschutz.

LED, die Licht-Technologie der Zukunft (©123rf.com)
LED, die Licht-Technologie der Zukunft (©123rf.com)

Die Edison-Glühlampe findet von selbst ein Ende

Das Energieproblem mit der Glühbirne hätte sich sowieso von selbst gelöst durch den Markt. In Zukunft hätte der Konsumenten ganz von selbst zur neuen LED-Technologie gegriffen. Heller, länger und 7fach sparsamer – das sind die wahren Vorteile der Leuchtdiode. Aktuell in der Anschaffung zwar noch teuer, aber auch hier machts wie so oft nur die Masse.

Die Energiesparlampe wurde in den 80er Jahren entwickelt und im Handel angeboten. Nur durchsetzen konnte sich diese bis heute nicht, trotz höherer Lichtausbeute, Langlebigkeit und Sparsamkeit (wandelt die Glühbirne doch nur 3-5 % der Energie in Licht um, der Rest ist Wärme). Der einfache Grund, die Konsumenten empfinden das produzierte Licht als künstlich und unangenehm kalt.

Doch warum dann dieser gesetzliche Zwang zur Energiesparlampe und nicht gleich hin zur LED? Weil’s ums Geld geht! Die Entwicklung der Energiesparlampe war „sauteuer“ und das muss wohl erst wieder reinkommen und Gewinn abwerfen und dann gibt’s da auch noch die Arbeitsplätze die damit verbunden sind. Doch diese fallen schlussendlich sowieso weg mit der Folgetechnologie LED, sofern nicht umgeschult wird. Nur dauert dieser Wechsel zur viel effizienteren und hoffentlich gesünderen LED-Variante durch diese Entscheidung der EU nun Jahre oder Jahrzehnte länger. Wir sehen uns in einer Zeit des Zwangsumstiegs auf eine gesundheitsgefährdende Technologie mit bekanntem Ablaufdatum.

Realität zum Energiesparen mittels Licht

Das Label der Energieeffizienzklassen
Das Label der Energieeffizienzklassen

Es ist absolut richtig das mit Umstieg auf energiesparende Lampen bis zu 80 Prozent an verbrauchtem Lichtstrom einsparen kann. Doch was sind denn diese 80 Prozent in Zahlen und Fakten? Vom gesamten Strombedarf Österreichs hat Lichtstrom dh. Beleuchtung gesamt unglaublich erschreckende 2 Prozent aus. Von diesen 2 Prozent geht der Löwenanteil an die Industrie welche jedoch seit langem Leuchtstoffröhren einsetzt und damit keine Veränderung mehr bewirkt. Beim privaten Stromverbrauch schlägt die Beleuchtung mit gerade mal 8,6 Prozent Anteil zu Buche. Hier liegen Haushaltselektrogeräte (Kühl- und Gefriergeräte, Herd, Backrohr, Waschmaschine, Geschirrspüler, Trockner, usw.) fast 30 Prozent deutlich darüber. Und wenn ein alter Gefrierschrank mit tragischer Energieeffizienz ersetzt wird, dann landet der alte nicht auf dem Müll. Nein! Dieser kommt in den Keller um nicht so oft Benötigtes haltbar zu machen.

Es stellt und bleibt die Frage, weshalb die EU mit solcher Brachialgewalt gegen die Glühbirne vorgeht. Der Vergleich zur Redewendung „Wie ein Elefant im Porzellanladen“ liegt hier irgendwie sehr nahe. Für den Konsumenten bleibt zu hoffen das zusätzlich zur noch teuren LED-Lampe auch eine Energiesparlampen-Technologie ohne diesem Quecksilberanteil in den Handel kommen wird.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, denn leider ist auch bez. der LED nicht alles „in Butter“ (siehe Gallium-Verbindungen, Entsorgung und Wiederverwertung und Belastung durch Elektrosmog (höhere Belastungen als durch die TCO-Norm geregelte Computermonitore!))

@Update vom 02. Oktober 2012

Heue haben wir gelesen das sich IKEA ab 2016 von den Energiesparlampen verabschieden wird und in LED-Lampen investiert. Zudem werden mehr als eine Million Lampen in den Einrichtungshäusern ausgetauscht werden. Tolle Entscheidung können wir hier nur sagen!

LINK-SAMMLUNG

» Das Ende der Glühbirne im September 2012

» „Das Lampen-Komplott“ im profil 37/2012

» Problematik Quecksilber und Gesundheit auf Wikipedia

» Energiesparlampe „entzaubert“ auf Diagnose-Funk

» Zur Petition „PRO Glühbirne und Halogen“

» LED-Lampen im Test bei Ökotest

» Dieter Binningers „Ewigkeitsglühbirne“

» ZDF-Mediathek „Ausgebrannt – Vom Ende der Glühbirne“

 

About Dietmar

Dietmar
Dietmar ist der Geobiologe und Techniker von PROnatur24. Er befasst sich intensiv mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen und untersucht fortlaufend die Möglichkeiten technischer Abschirmung.

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2 comments

  1. Die Lebensdauer von Glühlampen als Beweis für eine Verschwörung heran zu ziehen, zeugt von Unkenntnis der physikalischen Grundlagen und stellt somit auch alle anderen Argumente, auch wenn sie an sich richtig wären, in Frage.

    Es gibt nämlich Glühlampen für verschiedenste Zwecke, die sich hinsichtlich der Lichtausbeute und Farbwiedergabe unterscheiden. Eine höhere Lichtausbeute (und damit bessere Farbwiedergabe) geht einher mit einer höheren Temperatur des Glühfadens. Bei höheren Temperaturen „verdunstet“ der Glühfaden auch schneller; der Dampf setzt sich üblicherweise als schwärzliche Schicht am Glaskolben ab; die Lebensdauer, bis der Faden schließlich so dünn ist, dass er reißt, sinkt. Und umgekehrt.

    Das Verhältnis ist jedoch nicht linear, sondern exponentiell: Eine Steigerung der Lichtausbeute um 10 % verrringert die Lebensdauer bereits um ca. 25 %, eine um 20 % auf die Hälfte. Und umgekehrt: Eine Erhöhung der Lebensdauer um lediglich 10 % verringert die Lampenhelligkeit bereits um 25 %!

    Die Lebensdauder von 1000 Stunden hat sich für Haushaltsglühlampen als optimaler Kompromiss aus Stromverbrauch, Lichtausbeute sowie Gesamtkosten erwiesen. (In meinem Haushalt halten/hielten Normalglühlampen zw. 5 und 20 Jahren, wozu sollte ich sie in 100 Jahren meinen Urenkeln vererben? Übrigens brennen ebenda auch Energiesparlampen schon seit 23 Jahren.)

    Daneben gibt es Signallampen, die zwar 10.000 Stunden lang leuchten, aber nur rund ein Viertel so hell leuchten wie Haushaltsglühbirnen gleicher Leistung (in Watt). Und Projektionlampen, die eine gute Farbwiedergabe benötigen, mit etwa nur 100 Stunden Lebensdauer, aber dafür der doppelten Lichtausbeute.

    Im Prinzip können Sie all das auch mit einer Haushaltsglühlampe erreichen, indem Sie die Betriebsspannung erhöhen oder verringern (Dimmer). Wenn Sie also mit den 1000 Stunden nicht einverstanden sind, nehmen Sie einfach einen Dimmer und reduzieren Sie die Spannung auf 180 V. Ärgern Sie sie dann aber bitte nicht über den verhältnismäßig hohen Stromverbrauch (weil Sie bei gleicher Helligkeit mehr bzw. stärkere Lampen brauchen) und das rote Licht!

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