Ernährung & Bewegung

Sport gegen Schmerz

Wie sich Bewegung auf den Körper auswirkt

SSport ist Mord! – Diesen Satz, der seinen Ursprung bei Winston Churchill fand, hören wir noch immer häufig; meist von Sportmuffeln. Denn wie bei allen Dingen gilt auch beim Sport: Zu viel Training oder falsch ausgeführte Übungen können den Körper enorm in Anspruch nehmen und auf Dauer durch eine Überbelastung zu Verletzungen oder Krankheiten führen.

Wer Sport im angemessenen Rahmen betreibt weiß, dass die Aussage von Herrn Churchill nicht der Wahrheit entspricht.

Ganz im Gegenteil: Sport ist nicht schlecht, sondern besonders gut für den Körper. Durch Sport, in gesundem Maß, fühlen wir uns nicht nur fitter, sondern insgesamt besser, glücklicher und aktiver. Und das strahlt der Körper auch aus.

Doch nicht nur das allgemeine Wohlbefinden ist besser. Gerade die Volkskrankheiten wie Rückenschmerzen und Kopfschmerzen lassen sich durch regelmäßige Bewegung und gezieltes Training stark einschränken oder sogar entfernen. Durch den Muskelaufbau in den betroffenen und unterstützenden Bereichen werden Rücken und Nacken spezifisch gestärkt. Trotz der zahlreichen positiven Eigenschaften, wie beispielsweise die Auswirkung der Sonne bei Aktivitäten im Freien, fällt es vielen schwer, sich zum Sport zu motivieren. Dabei ist regelmäßige Bewegung eine Frage der Gewohnheit.

Welche Vorteile bringt regelmäßige Bewegung?

Sport wird oft bezeichnet als Arznei, die fast alle Krankheiten heilen kann. Bewegung hat einen so positiven Einfluss auf die Gesundheit hat, dass sogar schwerwiegende Krankheiten gelindert werden können. Warum dies so ist wird nach wie vor erforscht.  Fest steht, der Mensch besitzt evolutionsbedingt einen Körper, der für die Bewegung gemacht wurde. Der Mensch ist deshalb für eine einwandfreie Funktion des Körpers auf Bewegung angewiesen.

Heutzutage gibt es im Alltag aber kaum Möglichkeiten für ausreichende Bewegung. Der Arbeitsweg wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto zurückgelegt, im Büro wird der Großteil des Tages sitzend verbracht und am Abend geht es zur Entspannung auf die Couch. Der Körper ist von einem solchen Tagesablauf lange nicht ausgelastet. Doch ist eine Auslastung durch viel Bewegung wichtig und bietet zahlreiche Vorteile:

  • Gesundheit
  • Gesteigerte Lebensqualität
  • Einfache Umsetzung

Gesundheit

Der gesamte Körper profitiert von regelmäßiger Bewegung und Sport. Durch die Aktivierung des Körpers beim Sport werden Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit erhöht.

Verletzungen wird hierdurch vorgebeugt und das Herz-Kreislauf-System verbessert sich langfristig, indem der Körper effektiver arbeitet und die Organe besser durchblutet. Auch der Cholesterinspiegel wird durch Bewegung positiv beeinflusst. Der Körper befindet sich in einem besseren und somit gesünderen Gesamtzustand. Das Immunsystem wird zusätzlich gestärkt, wodurch Krankheiten besser vorgebeugt wird.

Gesteigerte Lebensqualität

Es ist wissenschaftlich bewiesen: Sport setzt Endorphine frei und steigert die Lebensqualität. Fotolia.com; © Drobot Dean
Es ist wissenschaftlich bewiesen: Sport setzt Endorphine frei und steigert die Lebensqualität. Fotolia.com; © Drobot Dean

Neben den vielen Vorteilen für die körperliche Gesundheit hat Bewegung auch eine enorme Auswirkung auf die Psyche. Durch die körperliche Betätigung werden Endorphine und Dopamin freigesetzt, die wiederum Glückgefühle erzeugen. Wer kennt es nicht?

Vor dem Sport ist der Körper oft träge und müde. Es fehlt an Motivation und der Kampf gegen den inneren Schweinehund beginnt. Hat man diesen Kampf erst gewonnen beginnt der Ehrgeiz, das Training erfolgreich zu absolvieren.

Nach dem Sport ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Voller Glück, Stolz und Zufriedenheit ist der Körper am Ende des Tages erschöpft und sinkt in einen tiefen Erholungsschlaf. Auch bei Depressionen wird inzwischen zu regelmäßiger Bewegung geraten, da dies die Konzentration von Dopamin dauerhaft erhöht. Sport führt somit langfristig zu einer gesteigerten Lebensqualität und Zufriedenheit.

Einfache Umsetzung

Regelmäßig zum Sport zu gehen und diesen als festen Bestandteil der Wochenplanung anzusehen fällt vielen Menschen schwer. Meist fehlt die Zeit. Doch auch wer es nicht schafft regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen kann trotzdem viel für seine Gesundheit tun, indem bereits kleine, aber konsequent ausgeführte, Änderungen im Alltag vorgenommen werden.

Wer den Einkauf regelmäßig zu Fuß erledigt, eine Station früher aus Bus oder Bahn aussteigt oder jeden Tag eine halbe Stunde Spazieren geht, hat bereits viel für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden getan. Bewegung kann überall eingebaut werden und ist auch kostenfrei möglich.

Welche Grundregeln sind zu beachten?

Damit Bewegung dem Körper wirklich zu Gute kommt, sollten die folgenden Grundregeln befolgt werden:

  • Voraussetzungen – mit Spaß dabei
  • Warm-Up – den Körper in Fahrt bringen
  • Angemessene Belastung – je nach Trainingsstand
  • Entspannung – dem Körper Ruhe gönnen
  • Verletzungen und Krankheiten auskurieren

Voraussetzungen – mit Spaß dabei

Die Grundvoraussetzung für mehr Bewegung oder Sport im Leben ist Spaß. Denn nur wer mit Spaß an die Sache herangeht, wird diese auch langfristig umsetzen. Es ist deshalb besonders wichtig eine Sportart zu finden, die einen begeistert. Die Auswahl ist riesig und es kommen immer neue Sportarten hinzu. Der Vorteil dieser Vielfalt ist, dass für jeden die richtige Sportart dabei ist. Diese richtige Sportart zu finden ist leider nicht immer ganz einfach. Manche finden bereits als Kind ihre Passion.

Andere probieren sich über die Jahre hinweg an diversen Sportarten bis die richtige dabei ist.

Doch auch wer seinen Lieblingssport schon gefunden hat sollte sich weiterhin die Mühe machen, immer wieder neue Sportarten kennen zu lernen.

Um Freude an der Bewegung zu empfinden ist eine Sportart empfehlenswert, die den eigenen Möglichkeiten entspricht ohne zu überfordern. Ob zeitlich, körperlich oder auch örtlich, manche Voraussetzungen müssen einfach erfüllt sein.

Wer beispielsweise Golf lernen möchte muss sich mehr als nur eine halbe Stunde die Woche Zeit nehmen. Wer starke Gelenkprobleme hat sollte vielleicht nicht Marathonläufer werden und wer kein Gewässer in der Nähe hat wird nicht dazu kommen, regelmäßig Stand-Up Paddling zu betreiben.

Manche Dinge lassen sich nicht ändern, daher sollten diese stets berücksichtigt werden.

Warm-Up – den Körper in Fahrt bringen

Das Warm-Up: vorbeugende und notwendige Maßnahme vor jedem Training. Fotolia.com; © Drobot Dean
Das Warm-Up: vorbeugende und notwendige Maßnahme vor jedem Training. Fotolia.com; © Drobot Dean

Das Warm-Up ist ein fester Bestandteil eines Trainings und sollte nicht verkürzt oder übersprungen werden. Durch das Aufwärmen wird der Körper aktiviert und Muskeln, Sehnen und Herz-Kreislauf-System auf Betriebstemperaturen gebracht. Nur wer sich korrekt aufwärmt kann im anschließenden Training vollen Einsatz zeigen, ohne eine Verletzung zu provozieren.

Angemessene Belastung – je nach Trainingsstand

Um dem Körper etwas Gutes zu tun ist eine angemessene Belastung entscheidend. Die Belastung wird von Training zu Training erhöht und der Körper somit schrittweise an eine erhöhte Anforderung herangeführt.

Diese Vorgehensweise beugt Verletzungen vor und fördert die Motivation. Ein Marathon wird auch nicht beim ersten Training gelaufen, sondern der Läufer steigert die Distanz schrittweise und baut das Training entsprechend auf.

Damit der Körper Erfolge verzeichnet ist es allerdings auch wichtig, dass hin und wieder an der Belastungsgrenze trainiert wird. Wer nur innerhalb der Comfort-Zone trainiert, wird sich nicht verbessern.

Entspannung – dem Körper Ruhe gönnen

So wichtig wie das Warm-Up ist auch die regelmäßige Entspannung zwischen den Trainings. Regelmäßige Ruhepausen sind wichtig, damit der Körper sich von den Strapazen erholen und

regenerieren kann. Diese Zeit nutzt der Körper um Muskeln auf-, Fett abzubauen und die Energiespeicher neu zu füllen.

Durch lockeres Auslaufen und Dehnübungen wird der Körper langsam und ohne abruptes Unterbrechen heruntergefahren. Ruhepause heißt nicht zwangsweise, dass an diesen Tagen komplette Ruhe herrschen muss.

Durch Faszientraining wird der Körper ideal unterstützt. Faszien sind Fasern, die Muskeln, Knochen und Nerven umgeben. Sie können verhärten oder verkleben, wodurch der Körper verspannt und unbeweglich ist. Mit Hilfe von Schaumstoffrollen in verschiedenen Größen und Härtegraden können die Faszien massiert und somit gelockert werden. Je härter die Rolle ist, umso intensiver spürt man die Bewegung auf der Rolle.

Die Wirkung ist direkt zu merken und die gesteigerte Elastizität sorgt für ein entspanntes Körpergefühl und löst Verspannungen. Langfristig und regelmäßig durchgeführt dient diese Trainingsform außerdem der Verletzungsprophylaxe.

Verletzungen und Krankheiten auskurieren

Es ist kein großes Geheimnis, dass Verletzungen und Krankheiten auskuriert werden müssen, bevor das Training wieder in voller Belastung gestartet wird. Trotzdem machen viele den Fehler, zu früh mit dem Training anzufangen und somit langfristig ihre Gesundheit zu riskieren.

Bei ernsthaften oder längeren Verletzungen oder Erkrankungen sollte vor Trainingsaufnahme stets ein Arzt zu Rate gezogen werden. Doch auch eine einfache Erkältung muss vollkommen auskuriert werden um zu vermeiden, dass diese verschleppt wird.

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