Strahlung & Umwelteinflüsse
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LTE geht, 5G kommt. Das kommt 2020 mit dem neuen Internet of Things (IoT) auf den Menschen zu.

Was leistet 5G technisch und wie wird es um unsere Gesundheit stehen beim der Internet der Dinge (IdD)?

Die Frequenzen von 5G werden auch über 20 GHz liegen!

Soviel zum sehr gut klingenden Marketing rund um das enorme Potential von 5G. Kommen wir nun zur Umsetzung – zu den Frequenzen, zur Watt-Leistung und den notwendigen Funkstrahlung durch die Antennen.

Bei der Einführung von LTE wurde unter anderem auf die frei gewordenen Frequenzen vom analogen TV zurückgegriffen und diese an die Mobilfunkunternehmen vergeben. Generell reserviert für 4G sind in Österreich 800 MHz, 900 MHz, 1.8 GHz, 2.1 GHz und 2,6 GHz.

5G wird sich auch bei den Frequenzbereich nun deutlich verändert. Teilweise runter, dann etwas rauf und dann drastisch weiter hoch in der Gigahertz-Skala. Und das verfügbaren Funkspektrum wird doch eher zur Mangelware wodurch „nur noch“ der Weg nach oben bleibt. Die niedrigeren Frequenzen sind bereits durch LTE belegt wodurch hier die einzige Möglichkeit wäre nicht mehr benötigte Frequenzbereich aufzulassen oder umzuwidmen. Betroffen davon wäre 2G (GSM und EDGE) und sogar 3G (UMTS) wäre 2020 zum Marktstart ein spruchreifes Thema. GSM und EDGE werden überwiegend zum Telefonieren genutzt und das gesprochene Wort spielt heutzutage bei den Smartphones nur mehr eine rudimentäre Rolle – quasi „Ja das Smartphone kann auch Telefon“.

5G wird also höhere Frequenzen bewirtschaften müssen als bisher üblich. In Planung derzeit sind 3,3 GHz bis knapp zu 5 GHz. Das 5 GHz Band ist derzeit u.a. reserviert für WLAN das hier sehr aktiv funkt, vor allem seit der Vermaschung der reservierten freien Frequenzen von 2,4 GHz und 5 GHz durch WLAN-Mesh Systeme.

Mikrowelle als Waffe: Active Denial System
Mikrowelle als Waffe: Active Denial System

Die zusätzlichen Pläne für 5G betreffen zudem einen dramatisch höheren Frequenzbereich über 20 GHz. Hier sind besonders die Bereich zwischen 23 und 43 GHz im Fokus. Oder bei 5G mmW wird dann sogar der 100 GHz Frequenzbereich überschritten. Wir erinnern an dieser Stelle an unseren Bericht vom März 2012 über die Nutzung von gepulster hochfrequenter EMF Strahlung für militärische Zwecke – genannt Active Denial System. Der dabei genutzte Frequenzbereich liegt bei 95 GHz in Kombination mit hoher Watt Sendeleistung.

 

Wenn nun das Gefühl entsteht, das unser Organismus und unser komplexes elektrisch funktionierendes  Nervensystem von einer unglaublichen Bandbreite an starken, gepulsten, elektromagnetischen Wellen  getroffen oder sagen wir besser malträtiert wird – JA, DAS IST RICHTIG. Und mit der Einführung von 5G bzw. 5G mmw wird unser Mobilfunknetz theoretisch waffentauglich mit ordentlicher Reichweite. Ein Schelm, wer nun Böses dabei denkt.


Der kurze Ausflug zum klassischen Mikrowellenherd zuhause. KEINESFALLS NACHMACHEN!

Der handelsübliche Mikrowellenherd arbeitet im Frequenzbereich vom geliebten WLAN und Bluetooth Headset – bei 2,45 GHz. Bei dieser Frequenz ist die Energieaufnahme ideal und die Funkwellen dringen tief genug ins Gargut ein für eine effektive Erhitzung. Die Phrase mit dem Schelm nun nochmals zu bringen lassen wir hier aus. Sofern es bisher nicht klar war warum das Ohr und Kopfseite beim telefonieren sehr schnell warm wird, dies war die Antwort dafür. Ausgedrückt in Zahlen als SAR (spezifische Absorptionsrate) oder wie wir gerne sagen „der Auftaumodus“ fürs Gehirn.

Wir bringen diesen kurzen Ausflug zum Mikrowellenherd jedoch nicht deswegen, sondern um zu zeigen welche Kraft schon alleine in den 2,45 GHz hochfrequent gepulster Funkstrahlung (auch Mikrowellenstrahlung genannt) stecken in Kombination mit genügend Watt an Sendeleistung.

 

Übrigens: Wir haben vor kurzem die Bluetooth Airpods von Apple getestet und auch die technischen Datenblätter studiert. Die Ergebnisse waren durchaus überraschen und erschreckend zugleich.


Welche Frequenzen kommen bei 5G wo zur Anwendung?

Grundsätzlich gilt ein physisches Gesetz – mit steigender Höhe der Frequenz sinkt die Wellenlänge der Funkwelle und damit automatisch die Reichweite enorm. Um es noch deutlicher zu sagen – umso höher die Frequenzen bei 5G werden umso mehr Mobilfunk-Sendestationen müssen gebaut werden.

Aus diesem Grund liegt im ländlichen Raum die Präferenz sehr stark im „niedrigen“ hochfrequenten Bereich bei ca. 800 MHz da die Reichweite der einzelnen Funkzellen (Sendeantennen) ab 1,8 GHz (1800 MHz) um ein Vielfaches sinkt. Frequenzbereiche über 20 GHz sind wenn dann nur in Städten praktikabel umsetzbar und setzen hier einen extrem engmaschigen Netzsenderaufbau voraus. Es verwundert daher nicht das sich Straßenlaternen als Funksender gleichermaßen gut eignen wie der moderne internetangebundene Kanaldeckel 2.0.

Und wenn die Reichwerte trotz engmaschigem Ausbau dennoch nicht reicht, dann bleibt nur die Erhöhung der Sendeleistung. Werden die Watt erhöht, wird der Sender lauter und kommt damit weiter (nicht zu verwechseln mit schneller werden!). Nur weil der Mensch schreit, geht nicht mehr an Information über die Lippen. Um mehr Information zu transportieren braucht es dann zusätzlich viele weitere Frequenzbereiche parallel geschalten.

Mobilfunkstrahlung und Elektrosmog: Sendeleistung und Frequenzen agieren immer zusammen!

Die effektive Strahlungsdosis die auf den Menschen einwirkt, hängt schlußendlich von der Frequenz und der Sendestärke (Watt) ab. Bei 5G werden die Außenwände von Häusern durchaus zum Problem. Es gilt hier die Faustregel: „Ist die Wellenlänge kürzer als die Dicke einer Mauer, durchdringt die Strahlung, die Mauer nicht mehr.“ Oder mit andern Worten, mit 5G kommt man nicht mehr in die Häuser hinein. Deshalb sind alle Mobilfunkerbetreiber derart scharf auf die 800 MHz Frequenzen. Hier liegt die Wellenlänge bei ca. 37 cm und diese durchdringen selbst die dicksten Mauern bei vergleichbar kleiner Sendeleistung.

Und damit kommen wir wieder auf die Watt zu sprechen. Wie wollen die Mobilfunker bei 5G dieses Schirmungsproblem „Hausmauer“ lösen? Ganz einfach, mit mehr Power – mit massiv mehr Watt senden. Jede 5G Mobilfunkantenne wird mit ca. der 10fachen Leistung wie bisher strahlen müssen. Dies ergibt im privaten Wohnzimmer das geschätzt 3-fache der heutigen Strahlungswerte. Im städtischen Bereich sprechen Experten von mindestens alle 150 Meter eine 5G Antenne. Dies macht fast 100 massiv strahlende Mobilfunkantennen pro Quadratkilometer.

 

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Dietmar

Dietmar ist der Baubiologe und Techniker von PROnatur24. Er befasst sich intensiv mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen und untersucht fortlaufend die Möglichkeiten technischer Abschirmung.

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4 Kommentare

  1. Im Vergleich zu den gesundheitlichen Auswirkungen ist es nur ein Randtehema – aber welche Energie wir für alle 5g-Sender deutschlandweit gebraucht werden?

  2. Ich danke für diesen Artikel. Ich hätte mir noch gewünscht, dass – neben der Erklärung der technologischen Möglichkeiten – mögliche gesundheitliche Auswirkungen von 5G noch breiter und detaillierter aufgeführt werden. Ich denke da an die menschliche Haut, allergische Reaktionen mit erhöhten Histaminausschüttungen, Speicherung der EM-Schwingungen im Gewebe und den Organen. Mich stimmt es immer wieder traurig, wie wir es als Gesellschaft schaffen, sämtliche Schattenseiten der Technik auszublenden. Das ist m.E. eine Sackgasse.

    Vielen Dank für eure Aufklärung und Hilfestellungen.

    1. Hallo Björn. Natürlich wissen wir um die Gefahr für unsere Gesundheit und daher ist auch dieser Aspekt ein Teil unseres ersten Beitrages zu 5G. Auf die gesundheitlichen Aspekte von 5G im Detail (sofern bekannt) werden wir in weiteren Beiträgen eingehen. Wir behandeln ja grundsätzlich das Thema Elektrosmog HF und NF als Schwerpunkt, denn das Problem beginnt nicht erst mit 5G sondern ist schon längst vorhanden und deutlich sichtbar. Als Statikik und für uns in der Praxis jeden Tag bei der Arbeit mit Patienten und Interessenten.

      Dennoch ist es ein Ziel von uns kein reines bashing zu betreiben (was uns bekannte aufklärende Seiten überwiegend tun), sondern einen möglichst neutralen Standpunkt zu behalten, mit allen Vorteilen und Nachteilen einer neuen Technologie wie eben auch hier über 5G. Somit kann jeder Mensch für sich alleine entscheiden wie wichtig die eigene Gesundheit ist und danach entscheiden und handeln.

      Es ist nicht unsere Aufgabe Prophet zu sein und Menschen mit Druck wachzurütteln, das funktioniert nicht da wir hier von einem Suchtverhalten sprechen. Praktisch jeder Raucher und Alkoholiker verneint die eigene Sucht, es ist chancenlos durch diesen geistigen Filter der persönlichen Überzeugung durchzukommen. Diese Aufgabe übernimmt schlußendlich der Körper nach beeinträchtiger oder geopferter Gesundheit. Wer Information und Hilfe sucht erhält diese von uns bzw. leiten wir weiter an Professionisten oder Fachärzte. Und es ist auch die bittere Wahrheit das es manchmal zu spät ist und wir nicht mehr handeln können. Auch das ist unser Alltag und gehört akzeptiert, denn es war ja eine bewußte Entscheidung ursprünglich.

      Danke für den Kommentar. Weitere Beiträge werden folgen, auch zu 5G.

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