Strahlung & Umwelteinflüsse
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Insektensterben. Handystrahlung könnte sich auf Insekten auswirken!

Vom Schlagabtausch zwischen Wissenschaft, Medizin und dem FMK, der industriellen Interessensvereinigung Österreichs.

Es wird sehr spannend wenn inzwischen auch öffentlich-rechtliche Sender von den Auswirkungen  von Handystrahlung berichten. In diesem Beispiel der ORF, der österreichische Rundfunk, mit einem Beitrag zum Insektensterben und der erwarteten, postwendenden widersprechenden Antwort des FMK, des Forums Mobilkommunikation. Wahrheit darf vielleicht einfach nicht zu bekannt werden, oder?

In einem aktuellen Beitrag vom ORF ist von einer Untersuchung von 190 weltweiten Studien zu lesen, welche sich mit dem Insektensterben in Europa beschäftigt haben. Die Auswertung dieser Studien wurden vom Naturschutzbund Deutschland zusammen mit der Initiative Diagnose Funk und der Luxemburger Aktionsgruppe Umwelttoxikologie am 16.09.2020 in Stuttgart vorgelegt.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass abseits von Pestiziden und dem Verlust von Lebensräumen auch die zunehmende Belastung der Umwelt mit elektromagnetischer Strahlung „vermutlich einen negativen Einfluss auf die Insektenwelt“ hat. Demnach wiesen 60 von hundert aus der Gesamtmenge als seriös eingestuften Studien in Labor- und Feldversuchen negative Auswirkungen auf Bienen, Wespen und Fliegen nach. Diese reichten vom Verlust der Orientierungsfähigkeit durch die Magnetfelder bis hin zur Schädigung des Erbguts und der Larven.

75 % weniger Insekten. Massives Insektensterben!

„Die Biomasse von fliegenden Insekten ist zwischen 1989 und 2014 insgesamt um über 75 Prozent zurückgegangen. Erhoben wurden die Daten an 63 Standorten in Naturschutzgebieten in NRW, Rheinland-Pfalz und Brandenburg. Der Entomologische Verein Krefeld hat in dieser Zeit fliegende Insekten gesammelt und gewogen. An zwei Standorten stellten die Insektenforscher einen Rückgang von bis zu 80 Prozent der Insektenmasse fest.“ ist auf quarks.de zu lesen.

Handystrahlung könnte sich auf Insekten auswirken

Ohne Insekten brechen die Ökosysteme zusammen und danach der Mensch

Um es auf den Punkt zu bringen. Mehr als 85 Prozent aller Pflanzenarten sind abhängig von Bestäubung. Darunter viele Pflanzen, die zur Grundlage der weltweiten Ernährung zählen, wie Äpfel, Avocados, Karotten, Zucchini und Brokkoli. Bestäuber sind für etwa 35 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion verantwortlich und für bis zu 40 Prozent für die Versorgung mit Mikronährstoffen, wie Vitamin A. Ohne Insekten gibt es weniger Früchte, weniger Gemüse und weniger Nüsse geben.
Ohne diese Bestäubung durch Insekten würden jedes Jahr Millionen von Menschen als Folge der Mangelernährung sterben. Ohne Insekten verarmen ganze Lebensräume, denn diese sind die Grundlage für das Funktionieren von Ökosystemen. Bei einem solchen Ausblick wird eine Pandemie wie Covid-19 und deren weltweite Auswirkung auf den Alltag der Menschen mitunter relativiert was dessen Auswirkung auf die Gesundheit betrifft. Jedoch gehts in beiden Fällen ums gleiche – um die Gefahr zu sterben.

Dramatisch weniger Insekten heute und das weiß einfach jeder!

Jeder der vor 20 Jahren Auto fuhr, kann sich noch sehr gut an die mit toten Insekten vollgepflasterte Windschutzscheibe erinner nach 30 Minuten Autofahrt auf der Autobahn. Oder mit offenem Visier Motorrad zu fahren – das war ein Unding wenn man nicht lebensmüde war. Heute ist dies alles Teil der Geschichte und für junge Erwachsene im Jahr 2020 reine Fiktion und etwas unvorstellbares. Heute geht eben alles irgendwie schneller und Technologien betrifft dies ganz besonders oder welches Kind oder Jugendliche könnte heute mit einem Walkman oder einer Kassette noch etwas anfangen? So mit einlege, vor- und zurückspulen oder gar einem verhedderten Magnetband?

Doch hierüber kann als Erwachsener über 40 noch herzhaft gelacht und geschmunzelt werden. Beim Thema rund ums Insektensterben bleibt ein solches Lachen im Hals stecken und damit zurück zum Thema.

Seit 2018 bis heute ist meistens ist in den Medien ausschließlich von Bienensterben zu lesen. Zahlreiche Lebensmittelgeschäfte veranstalteten 2018 und 2019 dazu wachrüttelnde Einkaufstage an denen alle Lebensmittel aus den Regalen entfernt wurden die es nur wegen Bienen gibt. Ein Beispiel daraus ist PENNY mit dem Slogan „Biene weg. Regal leer.“.

Allerdings ist dies eben viel zu klein gedacht – es geht schon lange nicht mehr nur um die Bienen. Es sind alle Insekten gleichermaßen vom globalen Sterben betroffen und man kann sich eigentlich nur wundern wie irgendwie alles noch immer funktioniert mit dem Gemüse und den Früchten, obwohl bereits 75 Prozent der Insekten verschwunden sind. Oder anders gesagt, die Natur pfeift bereits aus dem letzten Loch und nutzt vielleicht die letzten Reserven ob das ganze Gewerk noch am Laufen zu halten, trotz dem unberechenbaren Faktor Mensch.


Handystrahlung könnte sich auf Insekten auswirken. Moment, KÖNNTE?

Seit vielen Jahren beobachten wir messtechnisch den linearen Anstieg an elektromagnetischer Strahlung in der Luft. Und baubiologisch die Auswirkiungen auf die Umwelt und den Menschen. Um die 2010, also gut vor 10 Jahren und kurz vor Ausrollung von LTE war die Gründung von PROnatur24. Die Messwerte von 2010 verglichen mit denen von heute 2020 sprechen eine sehr deutliche und klare Sprache. Seit Jahrzehnten erlebt der Mensch den Unterschied zwischen Marketing und Realität am eigenen Körper hautnah. Wir haben mehr Allergien wie je zuvor, wir haben mehr moderne Zivilisationskrankheiten wie je zuvor, wir haben ein schwächeres Immunsystem wie je zuvor und wir sind abhängiger von Technik wie je zuvor – der Mensch auf dem Weg in die vollständige Digitalisierung.

Wenn von neuen Mobilfunkstandards lesen, damals war es LTE, heute ist es 5G und in 10 Jahren wird es 6G sein, so kriegen wir Konsumenten vor allem die geilen Fakten der neuen vielversprechenden Technologie um die Ohren geschlagen. Schneller wie je zuvor (das hieß es bei LTE auch schon) und deutlich Energieeffizienter wie je zuvor (gleiches Argumente galt auch vor 10 Jahren dem LTE). Was jedoch weggelassen wird, ist das die neu Technologie für sich gesehen sicher moderner ist, allerdings auch wieder nur dazukommt ohne das was altes wegkommt. Damit steigt die elektromagnetische Gesamtbelastung unverändert weiterhin an – solange bis eben ein alter Mobilfunkstandard tatsächlich abgeschaltet wird.

Der Anstieg einer solchen permanenten Bestrahlung betrifft immer alle Bereiche des Lebens – die gesamte Ökologie unseren Planeten und damit eben auch die der Insekten. Seit vielen Jahren spricht die Baubiologie von dieser großen Gefahr für die Insekten durch Handystrahlung, ganz vorne dabei die Bienen. Doch davon wollten nicht mal die Imker was wissen – das Tagesthema waren die Varroamilbe, Pestizide bis hin zum Klimawandel. Sprechen wir Baubiologen, Messtechniker und Umweltmediziner jedoch von Elektrosmog und Handystrahlung als massives Problem für Insekten so wird ungläubig abgewunken. Wo wir doch heute Mobilfunk-betriebene Messstationen benötigen um das Sterben von ganzen Bienenstöcken mit Zahlen festhalten zu können, um rauszufinden ob das Bienenvolk auf 5G reagiert. Und wie so oft ist gibt (darf) es keine stichhaltigen Beweise (geben).

Es sind eh nur 190 wissenschaftliche Studien aus aller Welt …

Es gibt negative Effekte. So ist im Beitrag vom ORF zu lesen „Ein Grund dafür sei, dass insbesondere Mobilfunk- und WLAN-Strahlung dafür sorge, dass die Calciumkanäle der Zellen geöffnet würden, sodass Calciumionen vermehrt einfließen. Calcium ist ein wichtiger Botenstoff, der eine biochemische Kettenreaktion bei Insekten auslöst, wie die auch in der Fachzeitschrift „umwelt medizin gesellschaft“ veröffentlichte Untersuchung erläuterte.

„Die Metastudie zeigt auf, dass wir bei der Ursachenanalyse für den dramatischen Insektenschwund unsere Augen in alle Richtungen offen halten müssen.“ erklärte der baden-württembergische Nabu-Landeschef Johannes Enssle. Die Wirkung von Mobilfunkstrahlung auf die Umwelt werde häufig unterschätzt.

Auch Peter Hensinger, zweiter Vorsitzender von Diagnose Funk und Leiter des Fachbereichs Wissenschaft, forderte die Beachtung möglicher negativer Effekte auf Tiere und Menschen beim Ausbau des digitalen Netzes. Eine weitere Erforschung der Wirkungen sei auch von staatlicher Seite notwendig, insbesondere mit Blick auf die Einführung der 5G-Technik.

Postwendend kommt wie bereits im Voraus erwartet der Widerspruch vom FMK, dem österreichischen Forum Mobilkommunikation. Zur Information, das FMK kann durchaus als Interessensvertretung der Mobilfunkindustrie betrachtet werden. Inwiefern bei einer solchen Mitgliederriege eine neutrale faktenbasierende Bearbeitung möglich sind, ohne Interessensbezug versteht sich, kann jeder für sich selbst beurteilen. Wir als PROnatur24 sehen das FMK als PR-Marketingarm der Mobilfunkbranche an welche auch die Aufgabe hat vor Schaden zu bewahren inkl. notwendiger Lobbyarbeit. Wir können nur vermuten das hier ähnliche Struktur gelten wir bei der ICNIRP, einem geschlossenen privaten Verein der dennoch die WHO in Sachen Mobilfunk berät. Dessen Manipulationen wurden bereits 2017 aufgedeckt. Dies betrifft vor allem auch geltende Grenzwerte.

Sehr oft wird auch das Deutsche Bundesamt für Strahlenschutz als Argumente gebracht, denn dieses Amt müsste ja im Interesse der Menschen der Gesundheit arbeiten. Ist dies tatsächlich so, denn dieses Bundesamt für Strahlenschutz führt ja keine eigenen Studien durch. Und ist die Namensgebung nicht auf irgend eine Art merkwürdig, fragen wir uns manchmal. Es gibt also ein Bundesamt das die Strahlung schützt …

Zum ORF Beitrag


Ein paar Tage später war es da, das medizinische Statement der Medizin Universität Wien und ist irgendwie ein verbaler Schlag ins Gesicht des FMK.

„Plausible Studie“: Handystrahlung und Insektensterben

Könnte Handystrahlung ein Grund für das Insektensterben in Europa sein? Diesen Schluss einer Übersichtsstudie deutscher Forscher haben österreichische Funkexperten vom FMK vergangene Woche bestritten. Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter der Medizinuni Wien hält die Arbeit hingegen für plausibel.

So sagt Dr. Hans Peter Hutter: „„Bei der neuen Studie handelt es sich um eine gute und mühevoll zusammengestellte Übersichtsarbeit. Dass sich elektromagnetische Felder auf Lebewesen auswirken, ist lange bekannt.“

Wir sind überzeugt, die permanente Bestrahlung durch nicht-ionisierende elektromagnetische Felder alleine ist nicht Schuld am Insektensterben. Es sind viele Faktoren die dazu führen und gemeinsam wirken. Dennoch basierend auf Messwertentwicklung und Praxis der letzten 10 Jahre sehr eindeutig. Die Auswirkung von Elektrosmog auf diese Biomasse Insekten und dessen massivem Sterben ist dramatisch höher als von vielen Funkexperten vermutet. Selbst heute werden diese Studien ignoriert – bewusst ignoriert, vermuten wir.

Wenn selbst die größte und teuerste Studie aller Zeiten zum Thema Mobilfunk, die NTP Studie mit einem Budget von 25 Mio. Dollar, vollkommen ignoriert wird, fehlen einfach die Worte. Ist das Ergebnis nicht entsprechend, wird es dementiert – es geht eben einfach zum zuviel – um zuviel Geld und um zuviel wertvolle Daten der Nutzer.  Das Fazit der NTP Studie richtete sich auch an die WHO. Der warnende Satz „Mobilfunkstrahlung ist möglicherweiser krebserregend“ muss geändert werden; dieses „möglicherweise“ muss raus.

 

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LINKS zum Thema

» „Plausible Studie“: Handystrahlung und Insektensterben

» Insektensterben Beitrag auf DerStandard

» Metastudie zum Insektensterben präsentiert

» Mobilfunkstrahlung belastet Insekten

» 5G vorgestellt und wie schütze ich mich davor?

» DIY: Schutz vor Funkstrahlung selbst gemacht – Leitfaden


 

Die Zusammenhänge von Handystrahlung und dessen Auswirkungen werden von Jahr zu Jahr deutlicher. Es ist wohl nur mit Suchtverhalten erklärbar, das der Mensch derart nicht hinsehen will.

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Dietmar

Dietmar ist der Baubiologe und Techniker von PROnatur24. Er befasst sich intensiv mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den Menschen und untersucht fortlaufend die Möglichkeiten technischer Abschirmung.

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